Russland will Trumps Äußerungen zur Ukraine bewerten
Russland versucht, die von US-Präsident Donald Trump für die Lösung des Konflikts in der Ukraine genannte Frist von 50 Tagen sowie die Absicht hinter dieser Aussage zu verstehen.
Der russische Außenminister Sergei Lawrow erklärte nach dem Treffen der Außenminister der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) im chinesischen Tianjin, dass Trump bereits früher unterschiedliche Zeitrahmen genannt habe. Er sagte: "Wir wollen verstehen, was hinter dieser 50-Tage-Aussage steckt. Zuvor wurden bereits Fristen wie 24 Stunden oder 100 Tage genannt. Wir möchten die Motivation des US-Präsidenten wirklich verstehen."
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow betonte hingegen, dass Trumps jüngste Äußerungen ernst zu nehmen seien, und erklärte: "Diese Aussagen enthalten Elemente, die Präsident Putin direkt betreffen. Wir brauchen Zeit, um diese Rhetorik aus Washington zu analysieren."
Trump hatte nach seinem Treffen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte erklärt, dass Russland und Präsident Wladimir Putin ihn enttäuscht hätten. Zudem kündigte er an, dass europäische Länder unter NATO-Koordination mehr US-Waffen kaufen und diese an Kiew liefern würden.
Der US-Präsident drohte damit, "Zölle von etwa 100 Prozent" gegen Russland und dessen Handelspartner zu verhängen, "falls innerhalb von 50 Tagen keine Einigung erzielt wird". Zu den größten Handelspartnern Russlands zählt auch die Türkei.
Nachrichtenquelle: 12punto
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