Schreckliche Zustände in israelischen Gefängnissen: Hunger und gesundheitliche Probleme
Palästinensische Häftlinge im Negev-Gefängnis im Süden Israels leiden unter medizinischer Vernachlässigung und Hunger. Die Palästinensische Kommission für Gefangenenangelegenheiten hat Zeugenaussagen über den Gesundheitszustand der Häftlinge und die Misshandlungen veröffentlicht.
Die medizinische Vernachlässigung und Misshandlung palästinensischer Gefangener im Negev-Gefängnis im Süden Israels halten an.
In einer schriftlichen Erklärung der zur Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) gehörenden Palästinensischen Kommission für Gefangenenangelegenheiten wurde auf die gesundheitlichen Probleme und die Misshandlungen hingewiesen, denen Mohammed Ghanim aus der Stadt Tulkarm im Westjordanland ausgesetzt ist, der seit dem 31. August 2023 inhaftiert ist. Ghanim erklärte, dass er aufgrund einer neurologischen Erkrankung unter Schwindel und Ohnmachtsanfällen leide, während seiner Haftzeit schwerer Folter ausgesetzt gewesen sei und 45 Kilogramm abgenommen habe.
GESUNDHEITLICHE PROBLEME KOMMEN ANS LICHT
Der aus Hebron stammende Häftling Mohammed Suwaiti befindet sich seit 2007 in einem israelischen Gefängnis.
Suwaiti gab an, vor etwa vier Monaten an Krätze erkrankt zu sein, jedoch keine Behandlung durch die Gefängnisklinik erhalten zu haben. Zudem erklärte er, dass ihm grundlegende Bedürfnisse wie Winterkleidung und Decken verweigert würden. Ein weiterer Häftling aus Hebron, der 35-jährige Rafat Salim, kämpft mit Bluthochdruck, einer Blutallergie und Bandscheibenerkrankungen im Rücken.
Salim gab an, dass er in der Gefängnisklinik nicht behandelt werde und aufgrund von Unterernährung 25 Kilogramm abgenommen habe.

GESUNDHEITSZUSTAND VON AHMED SUS IST KRITISCH
Der palästinensische Häftling Ahmed Sus befindet sich seit dem 29. August 2023 im Negev-Gefängnis. Sus, der aus Tulkarm stammt, hat aufgrund eines Bandscheibenvorfalls Schwierigkeiten, auf seinem linken Fuß zu stehen, und gibt an, dass ein chirurgischer Eingriff erforderlich sei. Er erhält jedoch im Gefängnis keinen Zugang zur notwendigen Behandlung. Die Palästinensische Kommission für Gefangenenangelegenheiten erklärte, dass die Politik der medizinischen Vernachlässigung und des Hungers durch Israel gegenüber palästinensischen Gefangenen nach dem 7. Oktober 2023 noch weiter zugenommen habe.
ISRAELS HAFTVERFAHREN IN DER KRITIK
Durch die von Israel angewandte „Verwaltungshaft“ können Palästinenser jahrelang inhaftiert bleiben, ohne dass ihnen ein Verbrechen vorgeworfen wird oder sie einem Gericht vorgeführt werden. Nach Angaben der Palästinensischen Gefangenengesellschaft befinden sich derzeit 3.380 Palästinenser in israelischen Gefängnissen in „Verwaltungshaft“. Unter diesen Häftlingen befinden sich auch Frauen und Kinder. Seit dem 7. Oktober 2023 haben israelische Sicherheitskräfte im Rahmen ihrer Razzien und Verhaftungskampagnen mehr als 11.600 Palästinenser festgenommen.
Während berichtet wird, dass der Druck in israelischen Gefängnissen zunimmt und Methoden der Folter und Misshandlung verbreiteter werden, stieß die Aussage des israelischen Ministers für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, dass „palästinensische Gefangene durch einen Schuss in den Kopf getötet werden sollten“, international auf scharfe Kritik.
Nachrichtenquelle: AA
Meistgelesen
Das Schreiben nimmt kein Ende: Noch eine FETÖ-Erinnerung
Der Geist, der an der Leggings hängen blieb...
Berühmter Regisseur Ezel Akay und sein Bruder festgenommen
Abgeordneter, dem ein Wechsel zur AKP nachgesagt wird, beginnt Überzeugungstour
Die internen Debatten der CHP interessieren mich überhaupt nicht
Ümit Özdağ kommentiert neue Parteigründung
Strenge Kontrollen für Fahranfänger
Warnung vor dem Risiko von Haarausfall bei GLP-1-Medikamenten
Die Wahl des stellvertretenden Bürgermeisters, die die CHP gewonnen hatte, wird ab der dritten Runde wiederholt
Enver-Altaylı-Vorwurf in der Akte Yazıcıoğlu