Selenskyj spricht über die Krim und Umgebung: 'Wir haben noch keine volle Kontrolle'
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, dass man derzeit noch keine vollständige Feuerkontrolle über die Krim und die umliegenden Gewässer habe, dies jedoch nur eine Frage der Zeit sei und man sie erreichen werde.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hielt per Videokonferenz eine Rede auf dem zweiten parlamentarischen Gipfel der Krim-Plattform in Prag, an dem Delegationen aus mehr als 50 Ländern teilnahmen.
''DIE WAHRNEHMUNG EINER UNÜBERWINDBAREN VORMACHTSTELLUNG IM SCHWARZEN MEER''
Selenskyj betonte, dass die Kontrolle Russlands über das Schwarze Meer und die Präsenz der russischen Flotte dort den Eindruck einer unüberwindbaren Vormachtstellung im Schwarzen Meer erweckt habe. Er bewertete die Situation wie folgt: "Darüber hinaus konnte der Eindruck erweckt werden, die Krim sei angeblich erobert worden, da Hunderttausende russische Staatsbürger gezielt dort angesiedelt wurden und der Besatzer jede Form von Freiheit und Widerstand unterdrückt. Jetzt lösen sich diese Illusionen auf."
''WIR WERDEN SIE ÜBERALL FINDEN''
Selenskyj wies darauf hin, dass die russische Flotte dank der Aktionen der ukrainischen Verteidigungskräfte nicht mehr im westlichen Teil des Schwarzen Meeres operieren könne und sich allmählich von der Krim zurückziehe. Er sagte: "Die russische Führung sah sich kürzlich gezwungen, die Errichtung eines neuen Stützpunkts für die Schwarzmeerflotte in den besetzten Gebieten Georgiens, also im südöstlichen Teil des Meeres, weit weg von ukrainischen Raketen und unbemannten Überwasserdrohnen, anzukündigen, aber wir werden sie überall finden."
''WIR HABEN NOCH KEINE KONTROLLE''
Selenskyj stellte fest, dass Russland auf der Krim sowie an den Küsten des Schwarzen Meeres und des Asowschen Meeres keinen sicheren Stützpunkt und keine sichere Logistikroute mehr habe und erklärte: "Wir haben derzeit noch keine vollständige Feuerkontrolle über die Krim und die umliegenden Gewässer, aber wir werden sie erreichen. Das ist nur eine Frage der Zeit."
Selenskyj berichtete, dass seit dem Rückzug Russlands aus dem Schwarzmeer-Getreideabkommen bisher etwa 50 Schiffe über die von der Ukraine eingerichteten temporären Exportkorridore zur Beladung in ukrainische Häfen eingelaufen seien und für mehr als 50 weitere Schiffe das Anlaufen der Häfen geplant sei.
Bezüglich des Israel-Palästina-Konflikts im Nahen Osten sagte Selenskyj: "Ich rufe alle Führungspersönlichkeiten dazu auf, Bemühungen zum Schutz der Zivilbevölkerung, wo auch immer sie leben, und zur Stabilisierung der Region zu unterstützen. Ohne Stabilität in der Region wird es weitaus schwieriger sein, den Frieden nach Europa zurückzubringen."
Selenskyj betonte, dass nach Wegen gesucht werden müsse, um die Geiseln freizulassen und eine Zerstörung im Nahen Osten zu verhindern.
Nachrichtenquelle: AA
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