Statue von Trump und Epstein in Washington ausgestellt
Eine Statue von Donald Trump und Jeffrey Epstein, die auf der National Mall in der US-Hauptstadt Washington aufgestellt wurde, sorgt für öffentliche Kontroversen. Das rund 3,5 Meter hohe Werk, das auf eine Szene aus dem Film „Titanic“ anspielt, enthält satirische Botschaften.
In der US-Hauptstadt Washington hat eine bisher unbekannte Künstlergruppe am Dienstagmorgen eine auffällige Statue im Bereich der National Mall aufgestellt. In dem komplett goldfarben bemalten Werk sind der ehemalige US-Präsident Donald Trump und der 2019 im Gefängnis verstorbene, wegen Sexualverbrechen bekannte Jeffrey Epstein gemeinsam dargestellt, ähnlich einer ikonischen Szene aus dem Film „Titanic“. Das Werk ist etwa 3,6 Meter hoch und zeigt Trump direkt hinter Epstein auf einer Plattform, die an den Bug eines Schiffes erinnert. Die Statue blickt mit einem Großteil ihrer Fläche auf das Washington Monument, eines der Wahrzeichen der Stadt.
Auf einer Plakette am Sockel der Statue findet sich eine bemerkenswerte Botschaft. Zudem wurden entlang des Weges zwischen dem Kunstwerk und dem Kapitol zehn Banner ausgestellt, die Fotos von Trump und Epstein zeigen. Auf diesen Bannern wurde der Slogan „Make America Safe Again“ sowie das Logo des US-Justizministeriums verwendet, wobei das Wort „Justice“ (Gerechtigkeit) gezielt überdeckt wurde.
Derartige Installationen sind nicht der erste Versuch dieser Künstlergruppe. Bereits im vergangenen September hatten sie eine Bronzestatue mit dem Titel „Beste Freunde“ präsentiert, die Trump und Epstein beim Händchenhalten zeigt. Im Januar stellten sie eine riesige Kopie einer Notiz aus, die angeblich von Trump handschriftlich in ein für Epstein vorbereitetes Geburtstagsbuch geschrieben wurde.

Berichten zufolge haben die Künstler die erforderlichen Genehmigungen für das Werk indirekt über den National Park Service erhalten. In der Genehmigung ist jedoch kein Datum für das Ende der aktuellen Ausstellung vermerkt.
Die Statue stieß bei den Bewohnern und Besuchern Washingtons schnell auf großes Interesse. Während eine Gruppe die Arbeit als provokativ empfindet, halten einige Bürger sie im Hinblick auf Meinungsfreiheit und politische Kritik für wichtig. Nick Smith aus dem Navy Yard bewertete das Werk mit den Worten: „Ich mag es, wenn solche Arbeiten auftauchen, um die Menschen an das Geschehene zu erinnern. Diese Statue ist etwas lustiger als die anderen.“ Donna Powell, eine Bewohnerin Washingtons, kommentierte: „Kunst kann viel aussagen“, und erklärte, dass die Arbeit die Diskussionen um Epstein neu entfacht habe. Einige Familien aus Pennsylvania gaben jedoch an, die Statue als störend zu empfinden, besonders während sie mit ihren Kindern unterwegs waren.
Die Gegend ist seit Jahren als eines der Zentren für Protestkunst bekannt. In der Nähe der Trump-Epstein-Statue fallen zudem Tausende blaue Flaggen auf, die ausgestellt wurden, um auf Darmkrebs aufmerksam zu machen. Unterdessen gibt es noch keine klaren Informationen darüber, wie lange die neue Statue auf der National Mall bleiben wird.
Nachrichtenquelle: 12punto
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