Steht eine neue Krise bevor? Warnung aus dem Iran: Könnte wie die Straße von Hormus geschlossen werden!
Der Iran hat die Welt davor gewarnt, dass neben der Straße von Hormus auch die strategisch wichtige Bab-el-Mandeb-Straße im Roten Meer geschlossen werden könnte, falls die USA die Energieinfrastruktur bedrohen sollten. Dies könnte zu massiven Krisen bei der globalen Energieversorgung und im Handelsverkehr führen.
Ali Akbar Velayati, Berater des iranischen Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei, erklärte in einem Beitrag in den sozialen Medien, dass das Kommando der Widerstandsfront die Bab-el-Mandeb-Straße als ebenso strategisch wichtig erachte wie die Straße von Hormus. Velayati schrieb: „Wenn das Weiße Haus plant, seine törichten Fehler zu wiederholen, wird es bald verstehen, dass der Energiefluss und der Welthandel mit einer einzigen Bewegung unterbrochen werden können.“
Die Bab-el-Mandeb-Straße, die sich im Südwesten des Roten Meeres befindet und die Arabische Halbinsel von Afrika trennt, verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden und dem Indischen Ozean. Aufgrund dieser Lage ist sie zu einem der wichtigsten Durchgangspunkte für den Handel zwischen dem Mittelmeerraum und Ostasien geworden, der durch den Suezkanal ergänzt wird. Nach Angaben der Welthandelsorganisation verkürzt die Bab-el-Mandeb-Straße die Seereise im Vergleich zu alternativen Routen um etwa 14 Tage. Daten der Internationalen Energieagentur zeigen zudem, dass etwa 10 Prozent des weltweit auf dem Seeweg transportierten Rohöls diese Meerenge passieren.
Zuvor hatte bereits Brigadegeneral Ibrahim Jabbari, ein hochrangiger Vertreter der iranischen Revolutionsgarden, angekündigt, dass die Straße von Hormus nach den Angriffen der USA und Israels am 28. Februar für den Durchgang gesperrt worden sei und Maßnahmen gegen Schiffe ergriffen würden, die ohne Genehmigung passieren wollten.
KRITISCHE PUNKTE FÜR DEN ÖLFLUSS
Die Straße von Hormus ist einer der wichtigsten Durchgangspunkte für Öl und Flüssigerdgas, das aus dem Persischen Golf auf die Weltmärkte gelangt. Laut Daten von S&P Global Energy werden etwa 20 Prozent des weltweiten Ölangebots durch diese schmale Wasserstraße transportiert. Von den etwa 15 Millionen Barrel Rohöl, die täglich durch Hormus fließen, gehen 5,3 Millionen Barrel nach China, 2 Millionen nach Indien sowie jeweils 1,7 Millionen nach Japan und Südkorea. Die restlichen 4,2 Millionen Barrel werden in andere Länder geliefert.
Saudi-Arabien, der größte Exporteur der Region, exportiert täglich etwa 5,1 Millionen Barrel Rohöl durch die Straße von Hormus. Es folgen der Irak (3,3 Millionen Barrel), die VAE (2,6 Millionen), der Iran (1,7 Millionen), Kuwait (1 Million) und weitere Länder. Zudem werden täglich etwa 5 Millionen Barrel an raffinierten Erdölprodukten durch die Meerenge verschifft. Auch hierbei nehmen die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien eine führende Rolle ein.
STEHT EINE NEUE KRISE BEVOR?
Die Drohung des Iran, sowohl die Straße von Hormus als auch die Bab-el-Mandeb-Straße zu schließen, hat auf den weltweiten Energiemärkten für erhebliche Unruhe gesorgt. Da ein Großteil des globalen Energieflusses durch diese beiden Meerengen verläuft, würde eine mögliche Schließung einen schnellen Preisanstieg und erhebliche Störungen im Welthandel bedeuten. Experten weisen darauf hin, dass eine Eskalation der Spannungen in der Region nicht nur regionale, sondern globale Auswirkungen haben könnte.
Nachrichtenquelle: 12punto
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