„Künstliche Sonne“ in Südkorea lief 48 Sekunden lang bei 100 Millionen Grad Celsius
In Südkorea hat der als „künstliche Sonne“ bezeichnete Kernfusionsreaktor KSTAR einen Weltrekord aufgestellt, indem er 48 Sekunden lang bei 100 Millionen Grad Celsius betrieben wurde.
Wissenschaftler des Korea Institute of Fusion Energy (KFE) arbeiten an der Entwicklung der Kernfusionstechnologie, einer sauberen Energiequelle, die keine Kohlenstoffemissionen verursacht. Ihr Ziel ist es, den KSTAR-Kernfusionsreaktor so lange wie möglich bei 100 Millionen Grad Celsius zu betreiben.
Bei diesen Arbeiten werden die Reaktionen nachgeahmt, die die Sonne und andere Sterne zum Leuchten bringen, wobei extrem hohe Temperaturen erzeugt werden.
WELTREKORD VON 30 SEKUNDEN ÜBERTROFFEN
Den Wissenschaftlern gelang es, das Plasma bei einer Temperatur von 100 Millionen Grad – das ist siebenmal heißer als der Kern der Sonne – 48 Sekunden lang stabil zu halten. Damit wurde der bisherige Weltrekord von 30 Sekunden aus dem Jahr 2021 übertroffen.
Der Direktor des KSTAR-Forschungszentrums, Si-Woo Yoon, betonte die Bedeutung dieses neuen Rekords und wies darauf hin, dass es nicht einfach sei, solch extrem hohe Temperaturen aufrechtzuerhalten.
Der Direktor merkte an, dass das Ziel darin bestehe, den Reaktor bis 2026 für 300 Sekunden zu betreiben.
Nachrichtenquelle: AA
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