Syrische und israelische Vertreter beschließen Fortsetzung der Gespräche
Wie das syrische Staatsfernsehen Ekhbariya unter Berufung auf eine diplomatische Quelle berichtete, konnte bei einem Treffen zwischen syrischen und israelischen Vertretern in Paris zwar keine endgültige Einigung erzielt werden, doch einigten sich die Parteien darauf, die Gespräche fortzusetzen.
Syrische und israelische Vertreter trafen sich gestern in der französischen Hauptstadt Paris zu einem Gespräch, an dem auch der US-Botschafter in Ankara und Syrien-Sondergesandter Tom Barrack teilnahm.
Details zu dem Treffen, das darauf abzielte, die Spannungen im Süden Syriens unter Kontrolle zu bringen, wurden heute bekannt.
In dem Bericht des syrischen Staatsfernsehens Ekhbariya, der sich auf eine diplomatische Quelle stützt, heißt es, dass bei dem Treffen keine endgültige Einigung erzielt werden konnte, die Parteien jedoch übereingekommen seien, die Gespräche fortzusetzen und Schritte zur Wahrung der Stabilität im Süden Syriens zu prüfen.
"DAMASKUS WIRD DIE AUFERLEGUNG NEUER FAKTEN VOR ORT NICHT AKZEPTIEREN"
Der nicht namentlich genannten Quelle zufolge wurde das Treffen als "ehrlich und verantwortungsbewusst" beschrieben. Die diplomatische Quelle erklärte, das Treffen habe erste Konsultationen zur "Deeskalation und zur Öffnung von Kommunikationskanälen angesichts der seit Anfang Dezember anhaltenden Eskalation" umfasst. Der Quelle zufolge machte die syrische Seite Israel für die jüngste Eskalation verantwortlich und erklärte, dass die Fortsetzung solcher "feindseligen Politiken" eine Bedrohung für die Region darstelle. Die syrische Delegation betonte zudem, dass Damaskus "die Auferlegung neuer Fakten vor Ort" nicht akzeptieren werde.
DIE KONFLIKTE IN AS-SUWAIDA
In der südsyrischen Stadt As-Suwaida waren am Sonntag, dem 13. Juli, bewaffnete Zusammenstöße zwischen drusischen Milizen und Beduinen ausgebrochen. Die israelische Armee hatte am Montag und Dienstag syrische Regierungstruppen angegriffen, die auf dem Weg nach As-Suwaida waren, um die bewaffneten Konflikte zu beenden.
Der syrische Verteidigungsminister Generalmajor Murhaf Abu Kasra hatte am Dienstag eine Waffenruhe in der mehrheitlich von Drusen bewohnten Stadt As-Suwaida verkündet. Am Mittwoch brach die Waffenruhe jedoch zusammen und die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und drusischen Gruppen flammten erneut auf.
Mit dem Wiederaufflammen der Kämpfe führte Israel unter dem Vorwand, die Sicherheit der drusischen Bevölkerung zu gewährleisten, Luftangriffe auf das Gebiet um den Präsidentenpalast in der Hauptstadt Damaskus, auf den Generalstab sowie auf die Stadt Daraa durch.
Auf Initiative der Türkei wurde am Mittwoch eine Waffenruhe erreicht und die Einheiten der syrischen Armee zogen sich aus As-Suwaida zurück. Die Kämpfe begannen jedoch am Donnerstagabend erneut, woraufhin die israelische Armee einen Luftangriff auf As-Suwaida durchführte. Das syrische Präsidialamt kündigte am 19. Juli eine umfassende Waffenruhe an und rief alle Parteien dazu auf, diese einzuhalten.
Nachrichtenquelle: İHA
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