Terroranschläge in Thailand: 5 Tote und 13 Verletzte
Bei bewaffneten Angriffen und Bombenanschlägen in den südthailändischen Provinzen Narathiwat und Pattani sind gestern nach bisherigen Erkenntnissen 5 Menschen ums Leben gekommen und 13 weitere verletzt worden.
Bei einem Angriff auf das Bezirksgebäude von Sungai Kolok in der Provinz Narathiwat um 19.00 Uhr Ortszeit sollen maskierte und bewaffnete Personen mit zwei Fahrzeugen am Tatort eingetroffen sein und das Feuer auf das Gebäude sowie auf Personen in der Umgebung eröffnet haben. Behörden gaben bekannt, dass ein Sicherheitsbeamter im Bezirksgebäude noch am Tatort verstarb. Ein weiterer Sicherheitsbeamter erlag trotz medizinischer Behandlung im Krankenhaus seinen Verletzungen.
Die thailändische Regierung teilte mit, dass bei dem Angriff insgesamt 10 Personen verletzt wurden, darunter 3 Zivilisten. Die Verletzten wurden in umliegende medizinische Einrichtungen gebracht und dort versorgt. Erste Untersuchungen ergaben, dass die Angreifer 100 Kilogramm Sprengstoff am Bezirksgebäude platziert und diesen während des Angriffs zur Detonation gebracht hatten.
Lokalen Medienberichten zufolge ereignete sich zeitgleich zum Angriff in Narathiwat auch eine Explosion in der Provinz Pattani. Durch die Detonation eines am Straßenrand platzierten Sprengsatzes sollen 3 Sicherheitskräfte getötet und 1 Person verletzt worden sein.

VERURTEILUNG DURCH DIE PREMIERMINISTERIN
Die thailändische Premierministerin Paetongtarn Shinawatra sprach in einer Stellungnahme nach den Anschlägen den Familien der Verstorbenen ihr Beileid aus. Shinawatra betonte, dass in der Region nicht nur die militärische Sicherheit, sondern auch das psychologische Sicherheitsgefühl der Menschen gewährleistet werden müsse. Die Premierministerin verurteilte die für die Anschläge verantwortlichen Gruppen aufs Schärfste.
Aufgrund der zunehmenden Gewalt im Süden Thailands hat das Nachbarland Malaysia Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Der malaysische Polizeichef Datuk Mohd Yusoff Mamat kündigte eine Verschärfung der Grenzkontrollen an. Mamat erklärte, dass die Sicherheitslage in der Region genau beobachtet werde.
Nachrichtenquelle: 12punto
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