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Thailands ehemaliger Premierminister Shinawatra wegen Majestätsbeleidigung schuldig gesprochen

Thailands ehemaliger Premierminister Thaksin Shinawatra wurde vom thailändischen Strafgericht aufgrund von Äußerungen über das Königshaus, die er in einem Fernsehinterview getätigt hatte, für schuldig befunden.

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Thailands ehemaliger Premierminister Shinawatra wegen Majestätsbeleidigung schuldig gesprochen

Gegen den ehemaligen thailändischen Premierminister Thaksin Shinawatra wurde im Rahmen einer Untersuchung durch die thailändische Generalstaatsanwaltschaft entschieden, dass er gegen die sogenannten „Lèse-Majesté“-Gesetze verstoßen hat. Grund hierfür waren Aussagen in einem Interview, das der Ex-Premier 2015 einem südkoreanischen Fernsehsender gegeben hatte und in denen er das Königshaus und die Monarchie herabgewürdigt haben soll.

Der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft, Prayuth Bejraguna, erklärte, dass der 74-jährige Thaksin im „Lèse-Majesté“-Prozess, der am Morgen stattfand, schuldig gesprochen wurde. Shinawatra sei gegen Kaution unter Auflagen auf freiem Fuß, so Bejraguna. Zudem teilte er mit, dass Shinawatras Reisepass eingezogen wurde und ein Ausreiseverbot gegen ihn verhängt wurde.

Das endgültige Strafmaß für Shinawatra soll bei der nächsten Gerichtsverhandlung im August festgelegt werden. Politische Experten gehen jedoch davon aus, dass Shinawatra nicht zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wird.

15 JAHRE IM EXIL GELEBT

Shinawatra, der von 2001 bis 2006 Premierminister von Thailand war, wurde durch einen Militärputsch im Jahr 2006 aus dem Amt entfernt. Er entzog sich den gegen ihn erhobenen Vorwürfen und lebte 15 Jahre lang im Exil.

Nach einer langen Abwesenheit kehrte Shinawatra im vergangenen Jahr erstmals in sein Heimatland zurück. Er wies alle gegen ihn erhobenen Anschuldigungen aus der Vergangenheit zurück und hatte ein königliches Gnadengesuch eingereicht.

In Thailand, das über eines der strengsten Gesetze gegen Majestätsbeleidigung weltweit verfügt, wurden seit dem Putsch mehr als 270 Personen aufgrund des „Lèse-Majesté“-Gesetzes zu Haftstrafen verurteilt. Die Organisation „Thai Lawyers for Human Rights“ behauptet, dass die Gesetze zum Schutz des Königshauses im Land als politisches Bestrafungsinstrument eingesetzt und von Politikern missbraucht werden.



Nachrichtenquelle: İHA

Haftstrafe Thailand