UNICEF: 'Wir brauchen jetzt einen Waffenstillstand für die Kinder in Rafah'
James Elder, Sprecher des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF), betonte, dass die Kinder in der unter israelischen Angriffen stehenden Stadt Rafah im Gazastreifen nicht getötet werden dürften, und erklärte: „Wir brauchen jetzt einen Waffenstillstand für die Kinder in Rafah.“
Elder und Ravina Shamdasani, Sprecherin des Büros des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR), äußerten sich während der wöchentlichen Pressekonferenz des UN-Büros in Genf zu den Bodenangriffen der israelischen Armee auf Rafah.
Elder erklärte, dass der Albtraum der Menschen in Gaza nach den israelischen Angriffen Realität geworden sei, und sagte: „Dies ist eine Realität, die diejenigen, die die Macht innehaben, verhindern könnten.“
Elder merkte an, dass Rafah eine „Stadt der Kinder“ sei und mehr als die Hälfte der Kinder im Gazastreifen dort lebe.
Mit Blick auf die katastrophalen Lebensbedingungen in Rafah betonte Elder: „In Rafah kommt eine Toilette auf 850 Menschen. Wenn der Grenzübergang Rafah für längere Zeit geschlossen bleibt, ist es schwer zu erkennen, wie eine Hungersnot im Gazastreifen verhindert werden kann.“
Elder erinnerte daran, dass am Wochenende weiterhin Kinder im Gazastreifen getötet wurden und Israel die Zivilbevölkerung in Rafah zur Evakuierung aufgefordert habe. Er sagte: „Dies zeigt einmal mehr, wie die Konfliktparteien weiterhin das Leben und den Schutz von Kindern und Zivilisten völlig ignorieren.“
Elder unterstrich die Notwendigkeit, Hilfsgüter in großem Umfang in den Gazastreifen zu lassen, und fügte hinzu: „Rafah darf nicht besetzt werden und Kinder dürfen nicht länger getötet werden. Wir brauchen jetzt einen Waffenstillstand für die Kinder in Rafah.“
'MENSCHEN IN RAFAH WERDEN ZWANGSUMGESIEDELT'
Shamdasan erklärte ihrerseits, es gebe „starke Anzeichen“ dafür, dass die Zwangsumsiedlungen der Menschen in Rafah unter Verletzung des Völkerrechts durchgeführt würden.
Shamdasan wies darauf hin, dass Rafah der „letzte Zufluchtsort“ für mehr als eine Million Palästinenser sei, die aufgrund der brutalen Angriffe Israels in anderen Teilen des Gazastreifens zur Flucht gezwungen wurden, und merkte an, dass die Menschen dort erneut zwangsumgesiedelt würden.
Nachrichtenquelle: 12punto
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