US-Verteidigungsminister Lloyd: Russischer Vormarsch in Charkiw hat sich verlangsamt
US-Verteidigungsminister Lloyd Austin erklärte, dass sich der Vormarsch der russischen Streitkräfte in Charkiw verlangsamt habe und eine teilweise Stabilisierung der Frontlinie zu beobachten sei, nachdem einige NATO-Verbündete die Nutzung der an die Ukraine gelieferten Waffen gegen Ziele in Russland erlaubt hatten.
Lloyd, der sich am Rande des NATO-Verteidigungsministertreffens in Brüssel gegenüber Journalisten äußerte, sagte, er habe bei der am Morgen stattgefundenen Sitzung der NATO-Ukraine-Kontaktgruppe von seinem ukrainischen Amtskollegen Informationen über die aktuelle Lage vor Ort erhalten.
Lloyd sagte: „Die ukrainischen Streitkräfte halten die Linie angesichts des russischen Angriffs in der Nähe von Charkiw.“
Unter Hinweis darauf, dass US-Präsident Joe Biden letzte Woche ein neues Hilfspaket für die Ukraine in Höhe von 225 Millionen Dollar unterzeichnet habe, sagte Lloyd: „Unsere Verbündeten verpflichten sich ebenfalls zu langfristigen militärischen Hilfspaketen.
Immer mehr Länder kommen diesen Verpflichtungen und den langfristigen bilateralen Abkommen mit der Ukraine nach.“
Lloyd kündigte an, dass sein Land heute ein bilaterales Sicherheitsabkommen mit der Ukraine unterzeichnen werde.
„WIR ERWARTEN, DASS DIE UKRAINE VON NUN AN FORTSCHRITTE ERZIELT“
Der US-Minister Lloyd beantwortete die Frage, ob es eine Veränderung vor Ort gegeben habe, nachdem sein Land und einige andere Verbündete die Erlaubnis erteilt hatten, die an die Ukraine gelieferten Waffen gegen russische Ziele einzusetzen.
„Was ich sehe, ist, dass sich der Vormarsch der Russen verlangsamt hat und an einem bestimmten Teil der Front (Charkiw) eine Stabilisierung erreicht wurde“, sagte Lloyd und fügte hinzu, dass er erwarte, dass die Ukraine von nun an Fortschritte erzielen werde.
Lloyd erklärte, dass vor einigen Wochen erwartet worden sei, dass Russland in Charkiw einen entscheidenden Durchbruch erzielen würde, dies jedoch nun nicht mehr der Fall sei.
Nach Großbritannien und Frankreich hatten Ende letzten Monats auch die USA und Deutschland der Ukraine die Freiheit eingeräumt, ihre Waffen auch gegen Ziele innerhalb des russischen Territoriums einzusetzen.
NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hatte bei seiner Ankunft zum Treffen der Verteidigungsminister auf die Frage, ob die an die Ukraine gelieferten F-16-Kampfjets auf russischem Boden eingesetzt werden dürften, geantwortet: „Nach internationalem Recht hat die Ukraine das Recht auf Selbstverteidigung, und das Recht auf Selbstverteidigung umfasst auch das Angreifen legitimer militärischer Ziele auf dem Territorium des Aggressors Russland.“
Nachrichtenquelle: AA
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