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USA beschleunigen Vorbereitungen für Bodenoperation am Golf

Nach dem Anstieg der Ölpreise wird die Wahrscheinlichkeit einer US-Bodenoperation gegen strategisch wichtige iranische Inseln in der Straße von Hormus immer größer. Während 5.000 Marineinfanteristen in die Region verlegt werden, bergen diese Schritte weit über die Energiesicherheit hinausgehende große Risiken.

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USA beschleunigen Vorbereitungen für Bodenoperation am Golf

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump prüft aufgrund der steigenden Kraftstoffpreise eine neue militärische Option, um die Sicherheit in der Straße von Hormus zu gewährleisten. Im Rahmen von Plänen für eine Landungsoperation, die auf die iranischen Inseln in der Meerenge abzielt, hat das Pentagon Schritte eingeleitet, um etwa 5.000 Marineinfanteristen in der Region zu stationieren.

Den Plänen zufolge wird das amphibische Angriffsschiff USS Tripoli, das von Japan aus in See gestochen ist, zusammen mit der ihm unterstellten 31. Marine-Expeditionseinheit mit 2.200 Soldaten in den kommenden Tagen die Gewässer des Nahen Ostens erreichen. Mit einer zweiten Einheit von Marineinfanteristen soll die Gesamtkraft auf 5.000 Mann aufgestockt werden. Informationen zufolge besteht das Hauptziel dieser Militäreinheiten darin, die Kontrolle über die iranischen Inseln in der Straße von Hormus zu erlangen.

Beamte erklären, dass diese Operation nicht nur dazu dienen soll, die Meerenge offen zu halten, sondern auch dazu, die Inseln bei möglichen Verhandlungen als Druckmittel zugunsten der USA zu nutzen. Zudem zielt die Einnahme der Inseln darauf ab, die militärischen Angriffsfähigkeiten des Iran in der Region einzuschränken.

Die auf Trumps Anweisung ausgewählten Einheiten sind hochgradig ausgebildet und erfahren in plötzlichen Überfällen zu Wasser und aus der Luft. Bisher waren diese Marineinfanteristen jedoch gegen irreguläre Armeen wie im Irak, in Afghanistan und in Venezuela erfolgreich; nun werden sie erstmals auf eine moderne und vorbereitete Militärmacht wie den Iran treffen.

Während die Ausrüstung der Einheit F-35B-Kampfjets und gepanzerte Fahrzeuge umfasst, können Operationen in der Regel mit von Schiffen aus gestarteten Landungsbooten und Hubschraubern, die keine Landebahnen benötigen, durchgeführt werden. Dennoch wird die militärische Stärke, die die USA in die Region projizieren, auf die iranischen Luftabwehrsysteme, Raketenrampen und bewaffneten Drohnen treffen.

Während der Iran betont, auf eine mögliche Landungsoperation vorbereitet zu sein, weisen US-Experten darauf hin, dass eine solche Operation zu schweren Verlusten führen könnte.

STRATEGISCHE INSELN UND ENERGIEVERSORGUNG

Zu den ersten Zielen im US-Plan gehören die stark verteidigten Inseln Qeschm und Hormus. Diese Gebiete sind sowohl durch unterirdische Tunnel als auch durch iranische Raketensysteme geschützt. Auch die Insel Kisch wird als mögliches Ziel genannt.

Einer der kritischsten Punkte ist die Insel Chark, von der aus 90 Prozent des iranischen Öls exportiert werden. Chark hat zudem eine strategische Position für die Kontrolle der Straße von Hormus. Der pensionierte General Frank McKenzie bewertete die Lage wie folgt: „Chark ist der Ort, über den 90 Prozent des Öls fließen. Man hat also wirklich zwei Möglichkeiten. Man kann die Ölinfrastruktur zerstören, was der iranischen Wirtschaft und der Weltwirtschaft irreparablen Schaden zufügen würde, oder man kann sie einnehmen, um sie als Verhandlungsmasse zu nutzen, damit die Weltwirtschaft nicht dauerhaft zurückfällt.“

In der letzten Woche gab es Drohungen aus den USA, dass militärische Ziele auf der Insel angegriffen wurden und Ölanlagen ins Visier genommen werden könnten. Experten sind der Ansicht, dass die Umwandlung dieser Insel in eine von den USA kontrollierte Basis ein effektiverer Schachzug gegen den Iran wäre.

Der pensionierte Vizeadmiral John Miller äußerte sich dazu: „Die Einnahme der Inseln könnte auch die ‚Mückenflotte‘ des Iran ausschalten, die Minen legt und eine Bedrohung für Handelsschiffe darstellt.“

RISIKEN SIND GROSS, OPTIONEN SCHWINDEN

Obwohl die Trump-Regierung den militärischen Druck erhöht, kommen aus dem Iran ständig Signale der Vorbereitung. Experten weisen darauf hin, dass eine mögliche Bodenoperation die Region an den Rand eines großflächigen Konflikts bringen könnte und die USA die globalen Gleichgewichte, insbesondere auf den Energiemärkten, gefährden könnten.

Auch wenn die militärische Option zur Lösung der aktuellen Krise in der Straße von Hormus in den Vordergrund rückt, wird der Spielraum der USA von Tag zu Tag enger.


Nachrichtenquelle: 12punto