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USA entsenden Truppen und Kampfflugzeuge in den Nahen Osten: 'Wir arbeiten weiterhin mit den Israelis zusammen'

Die USA, die an verschiedenen Punkten im Nahen Osten über Militärstützpunkte verfügen, haben beschlossen, die Zahl ihres Militärpersonals in der Region zu erhöhen. Neben der Stationierung neuer Truppen werden die USA auch zusätzliche Kampfflugzeuge in den Nahen Osten verlegen.

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USA entsenden Truppen und Kampfflugzeuge in den Nahen Osten: 'Wir arbeiten weiterhin mit den Israelis zusammen'

Das US-Verteidigungsministerium (Pentagon) hat angekündigt, Kampfflugzeuge sowie mehrere tausend zusätzliche Soldaten in den Nahen Osten zu entsenden, um 'Aggressionen abzuschrecken und das Risiko eines umfassenderen regionalen Krieges zu verringern'.

Die stellvertretende Pentagon-Sprecherin Sabrina Singh äußerte sich dazu bei der täglichen Pressekonferenz.

Singh erklärte: 'Das Verteidigungsministerium ergreift Maßnahmen, um die Truppenpräsenz der USA im Nahen Osten weiter zu stärken, um Aggressionen in der Region abzuschrecken und das Risiko eines umfassenderen regionalen Krieges zu verringern.'

Singh teilte mit, dass die Anweisung erteilt wurde, die Flugzeugträgergruppe der USS Abraham Lincoln, die sich in der Region befindet und deren Rotation ansteht, vor Ort zu belassen. Zudem kündigte sie an, dass zur Stärkung der Luftverteidigung zusätzlich zu den bestehenden militärischen Kapazitäten Kampfflugzeuge der Typen F-15E Strike Eagle, F-16, A-10 und F-22 sowie 'einige tausend' Soldaten zur Unterstützung entsandt werden.

Singh informierte zudem darüber, dass das Pentagon den Bereitschaftsgrad für die Stationierung von US-Militäreinheiten in der Region erhöht habe, um die Reaktionsfähigkeit auf verschiedene Eventualitäten weiter zu steigern.

Die USS Abraham Lincoln war kurz nach Beginn der Konflikte zwischen Israel und der Hamas am 7. Oktober ins östliche Mittelmeer verlegt worden.

HAT DIE USA EINE ROLLE BEI DER ERMORDUNG VON NASRALLAH?

Auf die Frage, ob bei den Angriffen, bei denen Nasrallah getötet wurde, in den USA hergestellte Waffen verwendet wurden, antwortete Singh, dass sie nicht für jeden Angriff Israels eine separate Untersuchung durchführten, und verwies für weitere Informationen zu dem betreffenden Angriff an die israelische Seite.

Zu Fragen bezüglich der Pläne israelischer Behörden für einen Bodeneinsatz im Libanon sagte Singh: 'Fragen Sie diesbezüglich Israel, ich kann dazu nichts sagen. Ich kann Ihnen nur so viel sagen: Wir arbeiten weiterhin mit den Israelis zusammen und versuchen derzeit, mehr Informationen darüber zu erhalten, was sie zu tun planen.'

Singh wiederholte zudem, dass Israel sie nicht über die Luftangriffe vom 27. September informiert habe, bei denen der Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah im Libanon getötet wurde, und fügte hinzu: 'Minister (Lloyd) Austin wurde davon überrascht. Er wurde informiert, während die Operation bereits lief. Wir sind an diesen Operationen nicht beteiligt.'

Nasrallah wurde bei Luftangriffen der israelischen Armee am 27. September auf Beirut getötet.

US-Verteidigungsminister Lloyd Austin

GIBT ES EIN VERTRAUENSPROBLEM ZWISCHEN DEN USA UND ISRAEL?

Israel, das aufgrund seiner Angriffe auf den Gazastreifen scharfer Kritik ausgesetzt ist, wurde auch von der amerikanischen Regierung wiederholt gewarnt. Dennoch haben die USA Israel bisher militärisch und politisch voll unterstützt.

Auf die Frage, ob es ein 'Vertrauensproblem' zwischen den Verteidigungsministern der USA und Israels gebe, antwortete Singh wie folgt:

'Die beiden Minister stehen seit dem 7. Oktober täglich in regelmäßigem Kontakt, manchmal sprechen sie sogar zweimal am Tag miteinander. Beide wissen, dass sie sich jederzeit telefonisch erreichen können. Daher kann man nicht von einem Vertrauensproblem sprechen.'

Nach Angaben libanesischer Behörden sind seit dem 17. September, dem Tag, an dem die von der Hisbollah genutzten Kommunikationsgeräte explodierten, insgesamt 1217 Menschen bei israelischen Angriffen ums Leben gekommen, darunter 104 Kinder und 194 Frauen.

Aufgrund der israelischen Bombardierungen sind weiterhin Hunderttausende Menschen innerhalb des Landes auf der Flucht. Während die Fluchtwelle aus den südlichen Teilen des Landes in Richtung der Hauptstadt Beirut und in den Norden anhält, wird berichtet, dass Zehntausende Menschen nach Syrien geflohen sind.


Nachrichtenquelle: AA

USA US-Verteidigungsministerium Naher Osten Israel