USA hält Abkommenstext geheim, Spannungen in Israel wachsen: Forderung der Regierung in Tel Aviv abgelehnt
Es wird behauptet, dass Washington die Forderung der Regierung in Tel Aviv abgelehnt hat, die Details des Abkommens einzusehen, das vom pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif angekündigt wurde und am 19. Juni in der Schweiz unterzeichnet werden soll.
Berichten der israelischen Presse zufolge wollte die Regierung in Tel Aviv Zugang zu den Details des zwischen den USA und dem Iran zu unterzeichnenden Abkommens erhalten. Wie der Fernsehsender Kanal 12 jedoch berichtete, erteilte die US-Regierung dieser Forderung Israels eine Absage.
In dem Bericht heißt es, dass Israel den Umfang des Abkommens, das am Freitag in der Schweiz unterzeichnet werden soll, immer noch nicht vollständig kenne. Dass der Text der Vereinbarung noch nicht öffentlich gemacht wurde, hat die Unsicherheit in Tel Aviv weiter verschärft.
Israel besorgt
Obwohl der Text der Vereinbarung offiziell nicht veröffentlicht wurde, haben einige in der Presse kursierende Behauptungen in Israel für Diskussionen gesorgt. Demnach soll das 14-Punkte-Abkommen Themen wie den Abzug der israelischen Armee aus dem Südlibanon, die Wiedereröffnung der Straße von Hormus, die Aufhebung der gegen den Iran verhängten Sanktionen und die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte enthalten.
Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hatte bereits zuvor in einer Erklärung auf die Unklarheit über den Inhalt des Abkommens hingewiesen und gesagt: „Wir wissen immer noch nicht, was das Abkommen beinhalten wird.“
Tel Aviv findet Vereinbarung „schockierend“
Israelische Beamte bezeichneten die zwischen den USA und dem Iran erzielte Einigung als „schockierend“. Nach Ansicht der Regierung in Tel Aviv wird die Tatsache, dass das Abkommen insbesondere den Libanon umfasst und Klauseln zur militärischen Präsenz Israels in der Region enthält, als eine Entwicklung bewertet, die den Erwartungen Israels widerspricht.
Dass das US-iranische Abkommen auch das Dossier Libanon beinhaltet, hat eine neue Debatte in der israelischen Innenpolitik entfacht. Netanjahu und der israelische Verteidigungsminister Yisrael Katz hatten zuvor erklärt, dass sie sich nicht aus den besetzten Gebieten im Südlibanon zurückziehen würden.
Trump: Ohne uns gäbe es Israel nicht
US-Präsident Donald Trump äußerte sich auf dem G7-Gipfel bemerkenswert zu Israel. Trump erklärte, dass die letzten Details besprochen würden und betonte, dass die USA eine entscheidende Rolle für Israel spielten.
Trump sagte: „Ohne uns, ohne die USA, gäbe es Israel nicht. Ohne mich gäbe es Israel nicht, denn kein anderer Präsident war bereit, das zu tun, was ich getan habe.“
Obwohl er seine Beziehung zu Netanjahu als „großartig“ bezeichnete, sandte Trump dem israelischen Premierminister die Botschaft, dass er sich in Bezug auf den Libanon vorsichtiger verhalten müsse. Trump sagte: „Ich habe eine großartige Beziehung zu Bibi, aber jetzt muss Bibi verantwortungsbewusster in Bezug auf den Libanon handeln.“
Der US-Präsident betonte zudem die Rolle Washingtons im Prozess mit den Worten: „Wenn ich mich nicht eingemischt hätte, wäre Israel längst in die Luft geflogen.“
Unterzeichnungsdatum für das US-iranische Abkommen steht fest
Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif hatte bekannt gegeben, dass eine Einigung zwischen den USA und dem Iran erzielt wurde. Der stellvertretende iranische Außenminister Kazem Gharibabadi bestätigte das Abkommen ebenfalls und erklärte, dass das Memorandum am 19. Juni in der Schweiz unterzeichnet werde.
US-Präsident Trump hatte zudem verkündet, dass das Abkommen mit dem Iran abgeschlossen sei, die Straße von Hormus geöffnet werde und die Seeblockade der USA aufgehoben werde.
Die Behauptungen, dass das Abkommen insbesondere die Straße von Hormus, Sanktionen, iranische Vermögenswerte und den Libanon betreffe, haben die Aufmerksamkeit aller Akteure in der Region auf die Unterzeichnungszeremonie in der Schweiz gelenkt.
Augen auf die Unterzeichnungszeremonie in der Schweiz gerichtet
Die Behauptung, dass die USA die Forderung Israels, den Text der Vereinbarung einzusehen, abgelehnt haben, hat sich als neuer Spannungspunkt zwischen Washington und Tel Aviv herauskristallisiert. Während die Unterzeichnung des Abkommens und die damit verbundene Öffnung der Straße von Hormus die Erwartung einer Entspannung auf den Energiemärkten wecken, sind die Klauseln zur militärischen Position des Libanon und Israels von entscheidender Bedeutung für das regionale Gleichgewicht.
Nachrichtenquelle: 12punto
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