USA verhängen Sanktionen gegen Venezuela nach politischem Verbot für Oppositionelle
Die US-Regierung setzt einige der Sanktionen gegen Venezuela wieder in Kraft, die sie zuvor ausgesetzt hatte, nachdem der Oberste Gerichtshof Venezuelas (TSJ) ein 15-jähriges politisches Betätigungsverbot gegen die Oppositionsführerin Maria Corina Machado verhängt hatte.
Das US-Außenministerium erklärte in einer Stellungnahme, dass die Entscheidung des TSJ mit Bedauern zur Kenntnis genommen wurde und Anlass zur Sorge hinsichtlich der in diesem Jahr in Venezuela anstehenden Wahlen gebe.
Der Sprecher des Ministeriums, Matthew Miller, teilte zudem in einem täglichen Pressebriefing mit, dass man sich diesbezüglich mit dem Finanzministerium abstimme.
Miller erklärte, dass bei den Gesprächen zwischen dem venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro und der Opposition keine Fortschritte erzielt worden seien und die USA den Spielraum, den sie Venezuela eingeräumt hatten, nicht aufrechterhalten würden, solange nicht alle Kandidaten an der Wahl teilnehmen könnten.
Miller gab an, dass die Lizenzen für US-Unternehmen, die im venezolanischen Goldsektor tätig werden wollten, in zwei Wochen (am 13. Februar) ausgesetzt würden. Sollte es im Land keine politischen Fortschritte geben, würden die am 14. April auslaufenden Lizenzen für den Erdölexport ab diesem Datum nicht verlängert werden.
Der TSJ hatte in seiner Entscheidung vom 27. Januar das 15-jährige politische Betätigungsverbot gegen die ehemalige Abgeordnete und Oppositionsführerin Machado sowie gegen einen weiteren führenden Oppositionsführer, Henrique Capriles, bestätigt.
Machado, die gegen die Entscheidung Einspruch erhob, erklärte, dass sie unter allen Umständen antreten werde, während die Regierung Maduro mitteilte, dass die betreffende Entscheidung rein rechtlicher Natur sei und nicht zur Debatte stehe.
Die US-Regierung hatte 2019 begonnen, Ölsanktionen gegen Venezuela zu verhängen, nachdem Maduro seine zweite Amtszeit als Präsident angetreten hatte.
Nachdem Maduro im vergangenen Jahr in Gesprächen mit der Opposition eine Einigung über die „Durchführung freier und transparenter Wahlen“ im Jahr 2024 erzielt hatte, waren die betreffenden Sanktionen im Oktober 2023 von den USA ausgesetzt worden.
Nachrichtenquelle: 12punto
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