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Verteidigungsausgaben auf der NATO-Agenda beim Gipfel in Den Haag

Der NATO-Gipfel der Staats- und Regierungschefs, der heute in der niederländischen Stadt Den Haag beginnt, steht im Zeichen der Forderungen nach höheren Verteidigungsausgaben und Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Bündnisses.

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Verteidigungsausgaben auf der NATO-Agenda beim Gipfel in Den Haag

Die Staats- und Regierungschefs der NATO-Mitgliedstaaten kommen in der niederländischen Stadt Den Haag zu einem zweitägigen Gipfeltreffen zusammen. Der Gipfel findet unmittelbar nach der Entscheidung über einen Waffenstillstand zwischen Israel und dem Iran statt, die auf den Raketenangriff des Iran auf den US-Luftwaffenstützpunkt in Katar im Nahen Osten folgte. Gleichzeitig gehören die Sicherheitsbedenken in der Region angesichts des vierten Jahres der russischen Invasion in der Ukraine zu den wichtigsten Tagesordnungspunkten des Gipfels.

NATO-Generalsekretär Mark Rutte strebt einen reibungslosen Verlauf dieses für die Zukunft des Bündnisses kritischen Treffens an. Im Mittelpunkt des Gipfels steht insbesondere die Frage der Erhöhung der Verteidigungsausgaben, um den Forderungen von US-Präsident Donald Trump gerecht zu werden.

Die Mitgliedstaaten haben im Rahmen der neuen NATO-Verpflichtungen umfassende Listen genehmigt, die die von jedem Land bereitzustellenden Mengen an Waffen und Soldaten enthalten. Das für die Verteidigungsausgaben festgelegte Ziel von 5 % wurde so aufgeteilt, dass 3,5 % direkt für militärische Ausgaben und 1,5 % für entsprechende Investitionen vorgesehen sind.

Dieses Ziel hat jedoch innerhalb des Bündnisses zu Diskussionen geführt. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez lehnt eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben auf 5 % des BIP ab.

Es wird befürchtet, dass diese Haltung von Sanchez die Meinungsverschiedenheiten zwischen den NATO-Mitgliedern vertieft und den Verlauf des Gipfels sowie die Geschlossenheit des Bündnisses gefährden könnte. Auch die Slowakei verfolgt einen ähnlichen Ansatz und behält sich das Recht vor, ihr Verteidigungsbudget selbst zu bestimmen. Es wird spekuliert, dass dies US-Präsident Trump einen Grund für einen Rückzug vom Gipfel liefern könnte.

Es wird erwartet, dass der britische Premierminister Keir Starmer das ehrgeizige Ziel der NATO unterstützt und sich dazu verpflichtet, bis 2035 5 % des BIP seines Landes für Sicherheit aufzuwenden. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan gehört ebenfalls zu den teilnehmenden Staats- und Regierungschefs.

Die auf dem Gipfel getroffenen Entscheidungen dürften die Roadmap der NATO für die kommende Zeit sowie die Solidarität innerhalb des Bündnisses maßgeblich prägen.


Nachrichtenquelle: 12punto

NATO NATO-Generalsekretär Mark Rutte