Bewaffnete Bandenmitglieder stürmen Fernsehsender in Ecuador
Nach der Flucht eines Bandenchefs aus dem Gefängnis im südamerikanischen Land Ecuador, das von einer Welle der Gewalt erschüttert wird, hat Präsident Daniel Noboa per Dekret den Ausnahmezustand ausgerufen. Bandenmitglieder stürmten daraufhin einen Fernsehsender namens TC.
Der Generalsekretär für Kommunikation der Präsidentschaft Ecuadors, Roberto Izuriete, erklärte, dass nach der Flucht des Bandenchefs Adolfo Macias Salazar, bekannt unter dem Spitznamen "Fito", und mehrerer anderer Häftlinge aus einem Gefängnis in der Stadt Guayas eine Operation mit 3.000 Sicherheitskräften eingeleitet wurde. Er bezeichnete die Flüchtigen als äußerst gefährlich.
AUSNAHMEZUSTAND IM LAND AUSGERUFEN
Izuriete gab bekannt, dass Präsident Noboa aufgrund dieses Vorfalls ein Dekret zum Ausnahmezustand unterzeichnet habe und während dieses Zeitraums eine nächtliche Ausgangssperre von 23.00 bis 05.00 Uhr gelten werde.
Medienberichten zufolge entführten kriminelle Organisationen nach der Verhängung des auf 60 Tage angelegten Ausnahmezustands zahlreiche Polizisten und setzten Fahrzeuge in Brand.
BANDENMITGLIEDER STÜRMEN FERNSEHSENDER
Ein Fernsehsender namens TC in Ecuador wurde von einer Gruppe bewaffneter und maskierter Personen überfallen.
In den live übertragenen Bildern war zu sehen, wie die bewaffneten Personen die Mitarbeiter des Senders zu Boden zwangen und misshandelten. Auf den Aufnahmen sind Schüsse und Schreie zu hören.
Dieser Vorfall ereignete sich, nachdem Adolfo Macías Villamar, einer der Anführer der größten Drogenbanden des Landes, aus dem Gefängnis geflohen war.
Nach dem bewaffneten Angriff auf die Live-Übertragung drangen bewaffnete Angreifer in eine Universität ein. Kartellmitglieder versuchten, Studenten an einer Universität zu entführen.
"ICH HABE DEN BEFEHL ZUR OPERATION GEGEBEN"
Ecuadors Präsident Daniel Noboa äußerte sich zu dem Vorfall.
Noboa erklärte: "Ich habe das Dekret unterzeichnet, das einen internen bewaffneten Konflikt feststellt. Ich habe 21 Banden als Terrororganisationen eingestuft. Ich habe den Streitkräften den Befehl gegeben, militärische Operationen durchzuführen, um diese Gruppen zu neutralisieren."
POLIZISTEN ALS GEISELN GENOMMEN
Medienberichten zufolge entführten kriminelle Organisationen nach der Verhängung des auf 60 Tage angelegten Ausnahmezustands zahlreiche Polizisten und setzten Fahrzeuge in Brand.
Die ecuadorianische Polizei bestätigte in einem Beitrag auf X die Entführung von drei Polizisten und erklärte: "Spezialeinheiten wurden entsandt, um den Aufenthaltsort unserer entführten Kollegen zu ermitteln und die Täter zu fassen. Keines dieser Verbrechen wird ungestraft bleiben." Unterdessen waren in sozialen Medien verbreitete Videos zu sehen, in denen entführte Polizisten, denen von Bandenmitgliedern Waffen an den Kopf gehalten wurden, Präsident Noboa um Hilfe anflehten.
Ecuador kämpft seit langem mit einer Sicherheitskrise.
Nachrichtenquelle : 12punto
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