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Video-Skandal um führenden Parteichef vor der Wahl

In Ungarn, wo die Vorbereitungen für die Wahl im April laufen, behauptet Péter Magyar, der Vorsitzende der in Umfragen führenden Tisza-Partei, er werde mit einem Video aus seinem Privatleben erpresst. Seine Ex-Freundin Evelin Vogel, deren Name in diesem Zusammenhang fiel, wies die Vorwürfe entschieden zurück.

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Video-Skandal um führenden Parteichef vor der Wahl

Während die Wahlen näher rücken und sich das politische Klima in Ungarn weiter verschärft, sorgt der Vorwurf einer Video-Erpressung gegen Péter Magyar, den Vorsitzenden der Tisza-Partei (Partei für Respekt und Freiheit), für Aufsehen. Magyar, der in den jüngsten Umfragen die regierende Fidesz-Partei überholen konnte, behauptet, dass heimlich aufgenommene Videoaufnahmen als Mittel der schwarzen Propaganda in der Politik eingesetzt werden sollen.

FÜHRUNGSPOSITION BEHAUPTET

Aktuellen Umfragen im Land zufolge erreichte die Tisza-Partei 35 Prozent der Stimmen und liegt damit vor der Regierungspartei Fidesz (28 Prozent). In dieser Phase, in der sich der Wahlkampf verschärft, beschuldigte Péter Magyar in Erklärungen auf seinem Social-Media-Account seine politischen Gegner, ihn verleumden zu wollen. Magyar erklärte: „Sie planen wahrscheinlich, Aufnahmen zu veröffentlichen, die möglicherweise gefälscht oder mit Geräten des Geheimdienstes aufgenommen wurden und einen intimen Moment zwischen mir und meiner damaligen Freundin zeigen. Ich weiß nicht, was sie damit bezwecken wollen. Aber jeder soll wissen, dass ich mich keiner Erpressung beugen werde.“

Magyar gab an, dass das besagte Video ihn zusammen mit seiner ehemaligen Partnerin Evelin Vogel zeige und dass diese Beziehung einvernehmlich zwischen zwei Erwachsenen stattgefunden habe. Der Geschäftsmann und Politiker Magyar betonte, dass er keine illegalen Handlungen begangen habe, und brachte die Hintergründe der Ereignisse mit der politisch-ökonomischen Mafia Ungarns sowie internationalen Netzwerken in Verbindung, die diese seiner Meinung nach unterstützen.

Dieser Video-Skandal kurz vor den Wahlen hat in verschiedenen Teilen der Gesellschaft für Empörung gesorgt. Evelin Vogel, eine der Personen, die im Zentrum dieser Vorwürfe steht, sagte in einer Stellungnahme gegenüber der ungarischen Presse: „Ich bin sehr traurig darüber, dass Péter mich dafür verantwortlich macht und dass das öffentliche Leben einen solchen Punkt erreicht hat. Als Frau bin ich vielleicht diejenige, die von diesem Vorfall am meisten betroffen ist. Die Demütigung zweier Menschen auf diese Weise wäre ein beispielloser Vorgang im ungarischen öffentlichen Leben.“

Vogel wies die Behauptungen, sie habe Verbindungen zu einem Geheimdienst oder habe zur Erstellung des Videos beigetragen, entschieden zurück. Sie fuhr fort: „Kein vernünftiger Mensch kann glauben, dass ich in diese Sache verwickelt bin oder Verbindungen zu irgendeinem Geheimdienst habe. Ich weiß über dieses Video genauso viel wie die Öffentlichkeit.“ Sie betonte, dass sie nicht davor zurückschrecken werde, rechtliche Schritte einzuleiten, falls dies erforderlich sei. Vogel erklärte: „Ich bin bereit, die notwendigen rechtlichen Schritte gegen denjenigen einzuleiten, der das getan hat. Aber dafür muss Péter verstehen, dass wir beide Opfer dieser Situation sind.“

VORWÜRFE DES DROGENKONSUMS ZURÜCKGEWIESEN

In einer früheren Erklärung hatte Magyar zudem betont, dass er in der betreffenden Nacht zwar Alkohol getrunken, aber keine Drogen konsumiert habe. Der Politiker unterstrich, dass die Beziehung zu Evelin Vogel in jener Nacht einvernehmlich gewesen sei, und argumentierte, dass die Ereignisse aus politischen Gründen instrumentalisiert würden.

In Ungarn, wo sich die Wahlkampfatmosphäre zunehmend aufheizt, haben die Vorwürfe der Video-Erpressung und die gegenseitigen Erklärungen der beiden Parteien sowohl in der Öffentlichkeit als auch in politischen Kreisen für Diskussionen gesorgt. Wie das juristische Verfahren verlaufen wird und welche Auswirkungen der Vorfall auf die Wahlen haben wird, wird sich in den kommenden Tagen klären.


Nachrichtenquelle: 12punto

Ungarn