Vorsicht vor Israels neuer Spionagesoftware Aladdin: Experte warnt
Der Cybersicherheitsforscher Ersin Çahmutoğlu hat über seinen Social-Media-Account die neue Spionagesoftware des israelischen Cyber-Geheimdienstunternehmens Intellexa und deren Funktionsweise erläutert.
Israel, das durch seine Angriffe, insbesondere im Gazastreifen, den Tod Tausender Zivilisten verursacht hat, setzt seine Angriffe trotz der Warnungen der Weltgemeinschaft fort.
In diesem Prozess nutzt Israel auch Spionagesoftware, um über Angriffe gegen sich selbst informiert zu bleiben und Geheimdienstarbeit zu leisten.
Der Cybersicherheitsforscher Ersin Çahmutoğlu berichtete in einem Beitrag auf seinem Social-Media-Account, der sich auf israelische Nachrichtenquellen stützt, von der Spionagesoftware Aladdin eines israelischen Cyber-Geheimdienstunternehmens.
Hier ist der Beitrag, in dem Çahmutoğlu Computernutzer warnt:

"Eine neue Spionagesoftware des israelischen Cyber-Geheimdienstunternehmens Intellexa wurde entdeckt!
Diese Spionagesoftware namens Aladdin unterscheidet sich stark von anderen. Sie dringt über Werbeanzeigen, die Ihnen auf Websites sofort angezeigt werden, in Ihr Telefon ein.
Das heißt, nehmen wir an, Sie besuchen eine Website, um Nachrichten zu lesen. Innerhalb von Sekunden erscheinen Anzeigen am unteren Rand, rechts oder links auf dem Bildschirm. Genau hier taucht Aladdin mit einer Anzeige auf, die die Spionagesoftware enthält, und dringt in Ihr Gerät ein, ohne dass Sie auf die Anzeige oder etwas anderes klicken müssen. Sie bemerken das Eindringen nicht einmal. Egal ob Android, iPhone oder Windows. Sie dringt in alle ein. Selbst wenn Sie die aktuellste Version verwenden.
Den vorliegenden Informationen zufolge gibt es nach dem Eindringen nichts, was die Spionagesoftware nicht von Ihrem Telefon abrufen könnte. Sie kann Kamera, Mikrofon und Standort jederzeit ein- und ausschalten, Umgebungsaufnahmen in Echtzeit machen, Fotos aufnehmen, auf Ihre Kontakte zugreifen, all Ihre Nachrichten und Gespräche mitlesen...
Es gibt keine Möglichkeit, diese Spionagesoftware, die Werbebörsen (Ad Exchanges) nutzt, zu blockieren. Experten sind jedoch der Meinung, dass die Verwendung von Werbeblockern in Browsern hilfreich sein könnte.
Betrachtet man die Funktionen von Aladdin, scheint sie sich nicht von Pegasus und Predator zu unterscheiden, aber die Methode des Eindringens ist völlig anders.
Intellexa, das in den letzten zwei Jahren viel von sich reden gemacht hat, verkauft diese Aladdin-Spionagesoftware nur an Geheimdienste. Aber wir wissen nicht, welche sie besitzen. Israel nutzt sie mit Sicherheit, da bin ich mir sicher.
In der milliardenschweren Cyber-Geheimdienstbranche werden wir noch viel von dieser neuen Art von Spionagesoftware hören. Wir hatten bereits erfahren, dass die Sherlock-Spionagesoftware des ebenfalls israelischen Unternehmens Insanet auf die gleiche Weise eindringt.
Andere werden es auch tun..."
Nachrichtenquelle: 12punto
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