Warnung der USA an Israel: Reaktion auf die 'Gaza-Resolution'. 'Muss umgesetzt werden'
Das US-Außenministerium erklärte, dass die gestern vom UN-Sicherheitsrat (UNSC) verabschiedete Resolution zu einem Waffenstillstand im Gazastreifen zwar "nicht rechtlich bindend sei, aber dennoch umgesetzt werden müsse".
Der Sprecher des US-Außenministeriums, Matthew Miller, bewertete während seines täglichen Pressebriefings die aktuelle Lage im Gazastreifen sowie die vom UN-Sicherheitsrat verabschiedete Gaza-Resolution.
Miller erklärte, dass die US-Regierung ihr Veto gegen die Resolution, die einen Waffenstillstand, die Freilassung von Geiseln und humanitäre Hilfe für den Gazastreifen vorsieht, nicht eingelegt habe, da sie diese Ziele unterstütze.
VERTEIDIGUNG: 'RESOLUTION BRINGT KEINE NEUEN VERPFLICHTUNGEN FÜR ISRAEL'
Miller argumentierte, dass die Resolution Israel keine zusätzlichen Verpflichtungen auferlege. Auf die Frage, warum diese Resolution anders sei als andere UN-Sicherheitsratsbeschlüsse, die Verpflichtungen und Sanktionen vorsehen, verwies er auf die "entsprechende juristische Technik".
Miller sagte: "Einige UN-Resolutionen sehen beispielsweise verbindliche Sanktionen und tatsächliche Verpflichtungen für die betroffenen Parteien vor. Wir sind jedoch der Ansicht, dass diese Resolution keine entsprechenden Bestimmungen hinsichtlich Verbindlichkeit und Verpflichtungen enthält."
Miller betonte, dass die Resolution des UN-Sicherheitsrats dennoch wichtig und wertvoll sei. "Die Resolution hat Gewicht. Wie bei allen Resolutionen des UN-Sicherheitsrats sind wir der Meinung, dass sie respektiert und umgesetzt werden muss", so Miller.
NETANJAHU WIDERSPROCHEN
Andererseits widersprach Miller der Erklärung des Büros des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu, wonach "die Hamas sich nach der Verabschiedung der Gaza-Resolution im UN-Sicherheitsrat aus den Verhandlungen über ein Geiselabkommen zurückgezogen habe".
Miller erklärte: "Die Aussage, dass die Hamas den jüngsten Vorschlag für ein Geiselabkommen aufgrund der UN-Resolution abgelehnt habe und sich aus den Gesprächen zurückgezogen habe, ist in keiner Weise korrekt und ist auch gegenüber den Geiseln und ihren Familien ungerecht."
"Wir sind der Meinung, dass eine umfassende militärische Operation gegen Rafah nicht nur palästinensischen Zivilisten schaden und den humanitären Hilfsfluss unterbrechen würde, sondern auch Israels eigene nationale Sicherheit gefährden und Israel international weiter isolieren würde", sagte Miller. Er fügte hinzu, dass sich etwa 1,5 Millionen Zivilisten in Rafah aufhielten und dass eine "besser geplante Operation" in der Region möglich sei.
Auf die Frage, ob die israelische Delegation, die nach der Gaza-Resolution im UN-Sicherheitsrat ihren Besuch in Washington abgesagt hatte, in den kommenden Tagen in die USA reisen werde, antwortete Miller: "Derzeit ist eine solche Planung nicht in unserem Kalender vorgesehen."
Nachrichtenquelle: AA
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