Weißes Haus: Biden wird nicht aus dem Präsidentschaftswahlkampf aussteigen
Das Weiße Haus hat mitgeteilt, dass US-Präsident Joe Biden "definitiv" nicht aus dem Präsidentschaftswahlkampf aussteigen werde, nachdem seine Leistung bei der Live-TV-Debatte landesweit für Diskussionen gesorgt hatte.
Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karine Jean-Pierre, beantwortete auf einer Pressekonferenz die Fragen von Journalisten.
Jean-Pierre erklärte, dass Präsident Biden am Tag der Debatte eine Erkältung gehabt habe, weshalb seine Stimme belegt gewesen sei, und dass auch der Jetlag aufgrund seiner Reisen eine Rolle gespielt habe. Sie bewertete die Leistung des Präsidenten bei der Live-TV-Debatte mit den Worten: "Er hatte keine gute Nacht."
"WIRD DEFINITIV NICHT AUSSTEIGEN"
Auf die Frage, ob Biden aus dem Präsidentschaftswahlkampf aussteigen werde, antwortete Jean-Pierre mit einem klaren "Definitiv nein".
Als Reporter darauf hinwiesen, dass Biden fast zwei Wochen vor der Live-Debatte aus Italien zurückgekehrt sei, und fragten, warum er immer noch unter Jetlag leide, wiederholte Jean-Pierre, dass Biden ein sehr intensives Arbeitspensum habe. Sie fügte hinzu, dass Reisen und ein hohes Arbeitstempo unabhängig vom Alter Auswirkungen auf Menschen haben könnten.
Jean-Pierre betonte, dass dies keine "Ausreden" seien, und sagte: "Wir sind uns bewusst, dass es keine sehr gute Debatte war. Wir wollten dies erklären."
LIVE-DEBATTE HATTE KRITIK AUSGELÖST
Der demokratische Amtsinhaber Biden und sein republikanischer Herausforderer Donald Trump, die bei den Präsidentschaftswahlen am 5. November gegeneinander antreten, waren am Abend des 27. Juni in der ersten Live-TV-Debatte auf CNN aufeinandergetroffen.
Biden konnte mit seiner Leistung die Bedenken hinsichtlich seines Alters für eine zweite Amtszeit nicht ausräumen und sah sich nach der Sendung heftiger Kritik ausgesetzt. Aus den Reihen der Demokratischen Partei und von einigen Biden unterstützenden Medien wurde der Ruf laut, dass Biden "aus dem Präsidentschaftswahlkampf aussteigen" solle.
Biden hingegen räumte ein, dass sein Gesundheitszustand nicht mehr derselbe sei wie früher, betonte jedoch, dass er weiterhin die beste Alternative gegenüber Trump sei, und erklärte, dass er nicht aus dem Rennen aussteigen werde.
Nachrichtenquelle: 12punto
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