Die Welt spricht über Jordaniens 'Kriegserklärung'-Aussage: Warnung an Israel
Während die Angriffe Israels auf den Gazastreifen andauern, hat der jordanische Außenminister Ayman Safadi eine eindringliche Warnung an Israel ausgesprochen und sich zum Thema 'Krieg' geäußert.
Der jordanische Außenminister Ayman Safadi hielt eine gemeinsame Pressekonferenz mit seiner deutschen Amtskollegin Annalena Baerbock ab, die zu offiziellen Gesprächen nach Amman gereist war.
Safadi erklärte, dass Jordanien die notwendigen juristischen Unterlagen vorbereite, um Klage gegen die israelischen Übergriffe auf die heiligen Stätten in Jerusalem einzureichen; er machte jedoch keine Angaben dazu, bei welcher Instanz diese Unterlagen eingereicht werden sollen.

"WIR WERDEN ES ALS KRIEGSERKLÄRUNG BETRACHTEN"
Safadi betonte, dass jeder Versuch Israels, Palästinenser aus dem besetzten Westjordanland nach Jordanien zu vertreiben, als "Kriegserklärung" gewertet werde.
Er rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, zu handeln, bevor sich das Westjordanland und die gesamte Region in ein Schlachtfeld verwandeln. Safadi erklärte, der erste Schritt, um eine weitere Verschlechterung der Lage in der Region zu verhindern, sei die Einstellung der Angriffe auf palästinensisches Gebiet.
"VERHANDLUNGEN WERDEN SABOTIERT"
In Bezug auf die indirekten Verhandlungen zwischen der Hamas und Israel äußerte der jordanische Außenminister, dass der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu die Verhandlungen sabotiere, indem er seine Haltung ändere und neue Bedingungen stelle.
Die deutsche Außenministerin Baerbock verurteilte in ihrer Rede die Rhetorik und das Handeln von Ministern der israelischen Regierung gegenüber den heiligen Stätten in Jerusalem und erklärte, dass dies die bestehenden Spannungen weiter anheize.
Auf die Frage, warum Deutschland die Waffenexporte an Israel nicht stoppe, antwortete Baerbock: "Wir verfolgen eine strikte Politik bei Waffenexporten und sind diesbezüglich entschlossen. Bei den Waffen, die wir nach Israel exportieren, handelt es sich nicht um Kriegswaffen."
Baerbock sprach über die Auswirkungen der Lage im Gazastreifen und im Westjordanland auf den Libanon und den Iran und betonte, dass sich der Nahe und Mittlere Osten am Rande einer echten Katastrophe befinde und es in diesem Zusammenhang unerlässlich sei, einen dauerhaften Frieden und eine Zwei-Staaten-Lösung in der Region zu verwirklichen.
Nachrichtenquelle: AA
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