Wie wird der Iran auf den israelischen Angriff reagieren? Experten geben Einschätzungen
Nach den Angriffen Israels auf den Iran in der Nacht zum Freitag hat der Iran unter Berufung auf Artikel 51 der UN-Charta sein Recht auf Selbstverteidigung geltend gemacht. Experten erläutern, wie der Iran auf Israel reagieren könnte.
Nach den Angriffen Israels auf iranische Militärstützpunkte in der Nacht zum Freitag erklärte der Iran unter Berufung auf Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen (UN), dass er "das Recht und die Pflicht zur Selbstverteidigung" habe. Israel hatte seit Längerem angekündigt, auf die ballistischen Raketenangriffe des Iran vom 1. Oktober zu reagieren. Jeremy Bowen, Redakteur für Außenpolitik bei der BBC, hat die jüngsten Ereignisse analysiert.
Nach den Angriffen Israels auf iranische Militärstützpunkte in der Nacht zum Freitag erklärte der Iran unter Berufung auf Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen (UN), dass er "das Recht und die Pflicht zur Selbstverteidigung" habe.
Israel hatte seit Längerem angekündigt, auf die ballistischen Raketenangriffe des Iran vom 1. Oktober zu reagieren.
Nun richten sich alle Augen auf den Iran.
Jeremy Bowen, Redakteur für Außenpolitik bei der BBC, hat die jüngsten Ereignisse analysiert.
Die israelischen Angriffe waren erwartet worden. Nach dem ballistischen Raketenangriff des Iran am 1. Oktober hatte Israel angekündigt, dass dies geschehen würde. Die Frage ist nun, ob der Iran reagieren wird.
US-Präsident Biden hatte Israel dazu aufgefordert, keine iranischen Atom-, Öl- oder Gasanlagen anzugreifen. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu ist diesem Rat in diesem Fall gefolgt.
Die Amerikaner hoffen, dass der Angriff auf rein militärische Ziele den Iran davon überzeugen könnte, keinen weiteren Angriff auf Israel zu starten.
Wenn Länder glauben, dass sie schwach oder nachgiebig wirken, wenn sie nicht reagieren, ist es schwer, eine Abfolge von Angriffen und Gegenangriffen zu stoppen. So eskalieren Kriege und verschlimmern sich.
Am 1. Oktober reagierte der Iran auf die Angriffe Israels gegen seine Verbündeten, insbesondere gegen die Hisbollah im Libanon. Israel sagt nun, dass es nicht nur auf diesen ballistischen Raketenangriff reagiert, sondern auch auf die monatelangen, kontinuierlichen Angriffe der iranischen Verbündeten.
Israel führt zudem eine Großoffensive im Norden des Gazastreifens durch. Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, bezeichnete dies als den dunkelsten Moment des Gaza-Krieges, da die israelische Armee eine gesamte Bevölkerung bombardiert und dem Risiko von Belagerung und Hunger aussetzt.
Von außen betrachtet ist es unmöglich zu wissen, ob der Zeitpunkt der israelischen Angriffe auf den Iran darauf ausgelegt war, die internationale Aufmerksamkeit von Gaza abzulenken. Dies könnte jedoch Teil des Kalküls sein.
Nachrichtenquelle: 12punto
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