Wird eine gemeinsame palästinensische Regierung gebildet? Hamas und Fatah im Gespräch
Vertreter von Hamas und Fatah sind in Moskau zusammengekommen, um über die Bildung einer gemeinsamen Regierung zu beraten.
12PUNTO AUSLANDSNACHRICHTEN
Vertreter der im Westjordanland regierenden Fatah und der im Gazastreifen einflussreichen Hamas sind in der russischen Hauptstadt Moskau zusammengetroffen. Der russische Außenminister Bei dem Treffen, an dem auch Sergej Lawrow teilnahm, erörterten die Parteien die Bildung einer gemeinsamen palästinensischen Regierung.
Die Parteien waren zuletzt vor fünf Jahren ebenfalls in Moskau zusammengekommen.
Bei dem unter russischer Vermittlung abgehaltenen Treffen wurde über eine Formel beraten, die die Ausrufung von Ostjerusalem zur Hauptstadt und die Bildung einer Koalitionsregierung zwischen beiden Seiten vorsieht.
LAWROW GAB NACH DEM TREFFEN EINE STELLUNGNAHME AB
Lawrow äußerte sich nach dem Treffen „Es sind fünf Jahre seit dem letzten Treffen in diesem Format vergangen. Aufgrund von Covid-19 gab es eine Unterbrechung, doch dieses Hindernis besteht nicht mehr. Die Dynamik der Prozesse in der Region und weltweit sollte uns zu noch aktiveren, produktiveren und konstruktiveren Kontakten ermutigen. Angesichts der jüngsten dramatischen Ereignisse in den besetzten palästinensischen Gebieten sind diese Kontakte umso dringender erforderlich“ sagte er.
Lavrow ging auch auf den Krieg zwischen Israel und Palästina ein und „Nur die Gründung eines palästinensischen Staates mit Ostjerusalem als Hauptstadt auf der Grundlage des Völkerrechts wird einen dauerhaften Frieden in der Region garantieren“ erklärte er.
Der russische Außenminister fügte hinzu: „Die tragischen Ereignisse der letzten Monate haben 30.000 Menschen das Leben gekostet. Die große Mehrheit von ihnen sind Zivilisten, Frauen und Kinder. Das Ausmaß der humanitären Katastrophe nimmt stetig zu. Die UN-Koordinatorin für humanitäre Hilfe im Gazastreifen hat den UN-Sicherheitsrat über die aktuelle Lage informiert. Die Zahlen sind niederschmetternd. Etwa 700.000 der 2,4 Millionen Einwohner Gazas stehen am Rande einer Hungersnot“ äußerte er.
Lavrow wies auch auf die Rolle der USA in der Region hin und erklärte: „Dies war das Ergebnis der lang anhaltenden Stagnation im Nahost-Friedensprozess, die aus der Politik der USA resultierte, ihre Vermittlungsbemühungen zu monopolisieren, die Arbeit des ‚Nahost-Quartetts‘ (USA, Russland, EU, UN) zu behindern und ihre eigene Politik voranzutreiben. Die USA haben die seit Jahren verzerrten und nicht erfüllten Interessen der Länder der Region ignoriert.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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