Zahl der Getöteten im Gazastreifen auf 18.800 gestiegen
Im Gazastreifen, wo Israel seine Angriffe seit dem 7. Oktober fortsetzt, ist die Zahl der Getöteten in den letzten 24 Stunden um 13 auf 18.800 gestiegen.
In einer schriftlichen Erklärung des Medienbüros der Regierung in Gaza wurden aktuelle Informationen zum 70. Tag der Angriffe geteilt.
Demnach ist die Zahl der bei den Angriffen bisher Getöteten auf 18.800 gestiegen, darunter 8.000 Kinder und 6.200 Frauen.
Unter den Toten befinden sich 300 Mitarbeiter des Gesundheitswesens, 32 Zivilschutzhelfer und 89 Journalisten.
Während die Zahl der Verletzten auf 51.000 gestiegen ist, konnten die Leichen von 7.500 Menschen, die unter Trümmern oder am Straßenrand liegen, weiterhin nicht geborgen werden.
ANGRIFFE AUF DAS GESUNDHEITSSYSTEM
Bei den Angriffen wurden 126 Regierungsgebäude zerstört, 90 Schulen und Universitäten außer Betrieb gesetzt, 282 Schulen und Universitäten teilweise beschädigt, 112 Moscheen vollständig und 200 teilweise zerstört sowie 52.500 Wohnhäuser komplett dem Erdboden gleichgemacht. Im Gazastreifen sind 22 Krankenhäuser und 53 Gesundheitszentren außer Betrieb, 102 Krankenwagen wurden beschädigt und 327.000 Menschen sind an Infektionskrankheiten erkrankt.
Als Teil der Angriffe auf Krankenhäuser wurde das Kamal-Adwan-Krankenhaus in eine Militärkaserne umgewandelt; die dortigen Verletzten und Kranken wurden gezwungen, sich in das Schifa-Krankenhaus zu begeben. 70 Mitarbeiter des Gesundheitswesens, darunter der Direktor des Kamal-Adwan-Krankenhauses, Ahmed al-Kahlut, wurden festgenommen.
Israel setzt weiterhin die Praxis fort, Patienten, Verletzte und medizinisches Personal von Wasser, Nahrung und Strom abzuschneiden und den Zugang von Verletzten und Kranken zu Krankenhäusern zu verhindern.
HUMANITÄRE LAGE UND HILFEERSUCHEN
Der Erklärung zufolge hat die israelische Armee seit Beginn des „Vernichtungskrieges“ fünfmal vorsätzlich die Kommunikationsnetze und das Internet im Gazastreifen vollständig gekappt. Durch den Kommunikationsausfall konnten Tote und Verletzte nicht erreicht werden, was zu einem Anstieg der Opferzahlen und einer Verschärfung der humanitären Krise führte.
In der Erklärung wurde angesichts der aktuellen Lage an die arabischen und islamischen Länder appelliert, Feldlazarette in Gaza zu errichten, Schwerverletzte zur Behandlung in ihre Länder aufzunehmen sowie ernsthafte Anstrengungen zur Reparatur und Wiederinbetriebnahme von Krankenhäusern und Gesundheitszentren zu unternehmen.
In der Erklärung, in der darauf hingewiesen wurde, dass etwa 61 Prozent der Wohngebäude in Gaza durch die Angriffe zerstört wurden, wurde der Golf-Kooperationsrat (GCC), die Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC), die Arabische Liga und alle Länder der freien Welt aufgefordert, alle Anstrengungen zu unternehmen, um eine Lösung für die Unterbringungskrise zu finden.
Nachrichtenquelle: AA
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