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Zwei Schiffe kollidieren: Schrecksekunden im Südchinesischen Meer

Zwei Schiffe aus China und den Philippinen sind im Südchinesischen Meer zusammengestoßen. Berichten zufolge ereignete sich die Kollision in einem zwischen den beiden Ländern umstrittenen Gebiet.

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Zwei Schiffe kollidieren: Schrecksekunden im Südchinesischen Meer

Zwei Schiffe aus China und den Philippinen sind miteinander kollidiert. In einer Erklärung der chinesischen Küstenwache hieß es, ein philippinisches Versorgungsschiff sei illegal in die Gewässer nahe dem Second Thomas Shoal eingedrungen und habe sich den chinesischen Schiffen auf gefährliche Weise genähert, was zu dem Zusammenstoß geführt habe.

In der Erklärung wurde weiter ausgeführt, dass das philippinische Schiff die Warnungen der chinesischen Seite ignoriert habe. Angaben darüber, ob bei dem Zusammenstoß Schäden entstanden sind oder Personen verletzt wurden, wurden nicht gemacht.

Das von den Philippinen kontrollierte Second Thomas Shoal, das Teil der Spratly-Inseln im Südchinesischen Meer ist, war in jüngster Zeit häufig Schauplatz von Reibereien und Spannungen zwischen Schiffen beider Länder. Die Regierung in Peking argumentiert, dass das auf dem Riff auf Grund gelaufene Kriegsschiff Sierra Madre sich illegal in dem Gebiet befinde, und fordert dessen Abzug sowie die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands des Riffs.

Die Versuche der chinesischen Küstenwache, Versorgungsfahrten zur Versorgung der auf dem Schiff stationierten Seeleute zu blockieren, verschärfen die Spannungen zwischen den Ländern. Bei der jüngsten Eskalation zwischen den beiden Staaten hatten die Philippinen behauptet, dass ein Teil der am 19. Mai per Flugzeug abgeworfenen Hilfspakete für das Personal auf dem auf Grund gelaufenen Schiff im Südchinesischen Meer von China beschlagnahmt worden sei.

China wiederum hatte Anfang des Monats behauptet, dass die Philippinen Fischernetze, die von chinesischen Fischern um das Riff herum ausgelegt worden waren, zerschnitten und entfernt hätten. 

DER KONFLIKT IM SÜDCHINESISCHEN MEER

Das Südchinesische Meer steht seit dem Zweiten Weltkrieg, als die Anrainerstaaten ihre Unabhängigkeit erlangten, im Zentrum von Souveränitätsstreitigkeiten zwischen den Ländern der Region. Während China mit einer erstmals 1947 veröffentlichten Karte Anspruch auf 80 Prozent des Südchinesischen Meeres erhebt, erheben neben den Philippinen auch Vietnam, Brunei und Malaysia Anspruch auf die an Bodenschätzen reiche Region.

Dass China auf den umstrittenen Inseln in der Region Stützpunkte errichtet und dort neben militärischen Einheiten auch zivile Schiffsflotten einsetzt, stößt nicht nur bei den Anrainerstaaten, sondern auch bei den USA auf Widerstand.

Der Ständige Schiedshof in Den Haag hatte 2016 auf Antrag der Philippinen entschieden, dass Chinas einseitige Souveränitätsansprüche im Südchinesischen Meer rechtlich nicht haltbar seien.



Nachrichtenquelle: 12punto

China Philippinen