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Aufwärtstrend am Goldmarkt hat begonnen

Schwache US-Arbeitsmarktdaten und ein schwächelnder Dollar haben zu Preisanstiegen bei Gold geführt, was sich sowohl auf den Unzenpreis als auch auf Gramm-, Viertel- und Cumhuriyet-Gold auswirkt. Auch die zunehmenden Goldkäufe der Zentralbanken stützen den Markt.

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Aufwärtstrend am Goldmarkt hat begonnen

Die US-Arbeitsmarktergebnisse, die hinter den Erwartungen zurückblieben, treiben die Goldpreise weiter nach oben. Während die aktuellen Preise für Gramm-Gold, Viertel-Gold und Cumhuriyet-Gold bekannt wurden, erreichte auch der Goldpreis pro Unze die höchsten Stände der letzten Wochen.

Da die Erwartungen der Anleger gestärkt wurden, dass die US-Notenbank (Fed) die Leitzinsen senken könnte, stieg der Spot-Goldpreis pro Unze um 1,4 Prozent auf 4.179,94 Dollar. Die US-Gold-Futures für August wurden ebenfalls mit einem Anstieg von 1,6 Prozent bei 4.193,20 Dollar gehandelt. Dies markiert die höchsten Stände seit dem 23. Juni.

US-ARBEITSMARKT- UND PRIVATWIRTSCHAFTSDATEN WAREN ENTSCHEIDEND

Da die veröffentlichten Daten zu den Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft und in der Privatwirtschaft in den USA unter den Prognosen blieben, ließen der Inflationsdruck und die Sorgen über dauerhaft hohe Zinsen nach. Diese Entwicklungen ebneten den Weg für einen Wertzuwachs von 2,3 Prozent bei Gold auf Wochenbasis und bringen das Edelmetall zum ersten Mal seit etwa sechs Wochen an die Schwelle eines wöchentlichen Gewinns.

Die Schwäche des US-Dollars erhöht zudem das weltweite Interesse an Gold. Der Wertverlust des Dollars machte Gold für Anleger, die andere Währungen nutzen, attraktiver.

NEUE BERECHNUNGEN ZUR ZINSPOLITIK DER FED

Auch die Erwartungen hinsichtlich der künftigen Zinspolitik der Fed ändern sich. Kelvin Wong, leitender Marktanalyst bei OANDA, erklärte: „Der Markt reduziert die Erwartung, dass die Fed im Rest dieses Jahres und im ersten Quartal des nächsten Jahres die Zinsen anheben wird. Der Hauptgrund dafür sind die gestern veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten, die unter den Erwartungen lagen.“

Nach Angaben des US-Arbeitsministeriums stieg die Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft im Juni nur um 57.000 Personen. Ein Blick auf die CME FedWatch-Daten zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die Fed im September vor der Veröffentlichung der Daten bei 66 Prozent lag und nun auf 54 Prozent gesunken ist.

Wong weist darauf hin, dass die Möglichkeit einer Zinserhöhung nicht vollständig vom Tisch sei und es in den kommenden Monaten des Jahres erneut zu einem Rückgang der Goldpreise kommen könne. Der Analyst prognostiziert, dass der Goldpreis pro Unze gegen Jahresende auf ein Niveau von 3.500 Dollar fallen könnte.

ZENTRALBANKEN ERHÖHEN IHRE RESERVEN

Daten des World Gold Council zufolge haben die Zentralbanken im Mai wieder verstärkt damit begonnen, ihre Goldreserven aufzustocken. Offiziellen Aufzeichnungen zufolge betrug der Nettoanstieg der Goldreserven im vergangenen Monat 41 Tonnen.

PREISE FÜR EDELMETALLE IN BEWEGUNG

Auch Silber, Platin und Palladium profitierten von den steigenden Märkten. Spot-Silber stieg um 2,3 Prozent auf 62,43 Dollar pro Unze, Platin legte um 2,7 Prozent auf 1.660,05 Dollar zu und Palladium verzeichnete ein Plus von 1,3 Prozent auf 1.284,40 Dollar. Diese Metalle testen ebenfalls neue Höchststände in ihrem seit über einer Woche anhaltenden Aufwärtstrend.

Es wird erwartet, dass der Aufwärtstrend bei Gold und Edelmetallen weiterhin durch globale wirtschaftliche Entwicklungen und die Reservepolitik der Zentralbanken geprägt wird.


Nachrichtenquelle: 12punto