Behauptung: Neue Steuer für Vermieter geplant! Ministerium nimmt Stellung
Es wurde behauptet, dass mit einem neuen Gesetzesentwurf, der dem Parlament vorgelegt werden soll, eine Quellensteuer von 20 Prozent für Vermieter eingeführt werden soll. Das Ministerium für Schatzkammer und Finanzen hat diese Behauptung dementiert.
Gemäß einer geplanten Neuregelung im Steuergesetz soll eine Quellensteuer von 20 Prozent auf Wohnungsmieten eingeführt werden. Mit dieser Regelung soll die Ära der „Barzahlung von Mieten“ enden. Dem Gesetzesentwurf zufolge, der dem Parlament vorgelegt werden soll, dürfen Vermieter Mietzahlungen nur noch über Banken oder die PTT entgegennehmen. Auf diese Zahlungen soll ein Steuerabzug von 20 Prozent erhoben werden. Ziel des Staates ist es, alle Mieteinnahmen zu erfassen.
BEFREIUNG FÜR RENTNER BLEIBT BESTEHEN
Es wurde mitgeteilt, dass die bestehende Befreiung für Rentner, deren einziges Einkommen eine Sozialversicherungsrente ist, fortgeführt wird. Demnach bleiben Rentner, deren Einkünfte aus der Vermietung einer einzigen Immobilie 47.000 Lira nicht übersteigen, von der Quellensteuer befreit. Sollten Mietzahlungen jedoch bar entgegengenommen werden, werden neben der nachzuzahlenden Steuer auch Strafen und Zinsen vom Vermieter eingezogen.
MIETERHÖHUNGEN ERWARTET
Experten zufolge könnte die neue Regelung dazu führen, dass Vermieter die Mieten erhöhen, da ein Teil der Mieteinnahmen an den Fiskus abgeführt werden muss. Dies könnte nicht nur zu einem Anstieg der Mieten führen, sondern auch die Attraktivität von Wohnraum als Investitionsobjekt verringern.
Während erwartet wird, dass die Große Nationalversammlung der Türkei in der kommenden Woche das 11. Justizpaket berät, ist geplant, die Quellensteuerregelung für Vermieter im nächsten Monat auf die Tagesordnung des Parlaments zu setzen.
MINISTERIUM DEMENTIERT
Das Ministerium für Schatzkammer und Finanzen gab bekannt, dass die in einigen Medienberichten verbreiteten Behauptungen, wonach eine Quellensteuer von 20 Prozent auf Wohnungsmieten erhoben werden soll, nicht der Wahrheit entsprechen.
In der Erklärung des Ministeriums hieß es: „Die heutigen Berichte in einigen Medienorganen über einen geplanten Quellensteuerabzug von 20 Prozent auf Wohnungsmieten entsprechen nicht der Wahrheit. Es gibt keine Änderungen bezüglich der Quellensteuer auf Mieten auf unserer Agenda.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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