Bemerkenswerte Gold-Prognose von Morgan Stanley: Wird der Aufwärtstrend anhalten?
Die Experten von Morgan Stanley haben ihre Jahresendprognose für den Goldpreis pro Unze beibehalten und damit die Aufmerksamkeit der Anleger erneut auf Edelmetalle gelenkt. Die jüngsten Entwicklungen an den globalen Märkten haben zu erheblichen Bewegungen beim Goldwert geführt.
Morgan Stanley, eine der weltweit führenden Investmentbanken, hat ihre Einschätzungen zur Performance von Gold für den Rest des Jahres aktualisiert. Die Bank gab bekannt, dass sie an ihrer Prognose festhält, wonach der Goldpreis pro Unze bis Ende 2026 ein Niveau von 5.200 Dollar erreichen könnte. Die Bankstrategin Amy Gower, die im Vergleich zu den aktuellen Preisen einen Anstieg von etwa 10 Prozent erwartet, erklärte, dass in den letzten Wochen der Widerstand bei 4.700 Dollar getestet wurde und Gold seine Aufwärtsdynamik wiedererlangt hat.
GEOPOLITISCHE RISIKEN UND DER EFFEKT DES SICHEREN HAFENS
In den letzten Tagen ist der Einfluss geopolitischer Risiken und der Unsicherheiten in der Geldpolitik auf die Goldpreise bemerkenswert. Experten weisen darauf hin, dass die zunehmenden Spannungen in Westasien und die Schwankungen auf den globalen Energiemärkten die Suche der Anleger nach sicheren Häfen prägen.
FED-ERWARTUNGEN BEEINFLUSSEN GOLD
Amy Gower betonte in ihrer Bewertung, dass Gold nicht mehr nur traditionell als sicherer Hafen fungiere, sondern mittlerweile viel schneller auf Veränderungen in der Geldpolitik reagiere. Sie erklärte, dass die Schwankungen bei den Erwartungen an Zinssenkungen der FED einen direkten Einfluss auf den Preispfad von Gold hätten. Gower merkte an, dass die Konflikte in der Region Druck auf die Energieversorgung ausübten, was kurzfristig die Inflationssorgen verstärke und die Erwartungen an eine Zinssenkung der FED verzögere.
Die Möglichkeit, dass die Fed bis Ende des Jahres eine Zinssenkung vornehmen könnte, wird als unterstützender Faktor für die Goldpreise angesehen. Laut der Analyse von Morgan Stanley wird zudem prognostiziert, dass in den ersten Monaten des Jahres 2027 weitere Zinssenkungen erfolgen könnten. Diese Erwartung könnte dazu beitragen, dass das Aufwärtspotenzial bei Gold pro Unze bestehen bleibt.
FINANZIELLE RAHMENBEDINGUNGEN UND ANLEGERNACHFRAGE
Gower fügte hinzu: „Die Verbindung von Gold zu realen Renditen bleibt stark. Sollte es zu einer Lockerung der finanziellen Rahmenbedingungen kommen, könnten die Preise wieder steigen.“ Die Dynamik bei den Zuflüssen in börsengehandelte Fonds (ETFs) verdeutlicht, wie wichtig die Signale der Geldpolitik sind.
REGIONALE SPANNUNGEN BEEINFLUSSEN DIE MÄRKTE
Andererseits wurde darauf hingewiesen, dass die Auswirkungen der Entwicklungen in Westasien auf den Markt anhalten. Gower erklärte, dass bei einer Verlängerung des Konflikts in der Region die Erwartungen an hohe Zinsen Druck auf die Goldpreise ausüben könnten. Es wurde jedoch darauf hingewiesen, dass bei einem Ende der Spannungen und einem Verbleib der Preise auf dem heutigen hohen Niveau die Nachfrage, einschließlich der von institutionellen Anlegern und Zentralbanken, begrenzt sein könnte.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sowohl die geldpolitischen Schritte der FED als auch die globalen geopolitischen Entwicklungen die wichtigsten Faktoren sind, die den Kurs der Goldpreise in der kommenden Zeit bestimmen werden. Die Performance von Gold pro Unze wird bis zum Jahresende weiterhin im Fokus der Anleger bleiben.
Nachrichtenquelle: 12punto
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