Besorgniserregender Bericht zu Kreditkartenschulden: Bürger können ihre Schulden nicht begleichen
Der Istanbul-Barometer-Bericht der Istanbuler Planungsagentur (İPA) für Januar 2025 verdeutlicht die Verschärfung der wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Dem Bericht zufolge konnten 55,9 Prozent der Istanbuler ihre Kreditkartenschulden nicht vollständig begleichen.
Die Istanbuler Planungsagentur (İPA) hat ihren Istanbul-Barometer-Bericht für Januar 2025 veröffentlicht. Der Bericht hebt die wirtschaftlichen Nöte der Istanbuler Bevölkerung sowie wichtige aktuelle Ereignisse hervor. Während 55,9 Prozent der Umfrageteilnehmer angaben, ihre Kreditkartenschulden nicht vollständig bezahlen zu können, nimmt der Anteil derer, die von der Wirtschaftskrise betroffen sind, stetig zu.
Das meistdiskutierte Thema auf der türkischen Agenda im Januar war die Brandkatastrophe in einem Hotel in Bolu Kartalkaya. 59,2 Prozent der Teilnehmer bewerteten dieses Ereignis als das wichtigste Tagesthema des Landes. Auf der Istanbuler Agenda standen die gegen den Bürgermeister der Stadtverwaltung Istanbul (İBB), Ekrem İmamoğlu, eingeleiteten Ermittlungen mit 43,7 Prozent an erster Stelle. Auch Todesfälle durch gepanschten Alkohol zählten mit 39,1 Prozent zu den beachteten Themen.
WIRTSCHAFTSKRISE VERSCHÄRFT SICH
Die Daten der İPA zeigen, dass die wirtschaftliche Not in Istanbul von Tag zu Tag stärker spürbar wird. 49,7 Prozent der Teilnehmer gaben an, Schwierigkeiten beim Lebensunterhalt zu haben, während 31,5 Prozent angaben, sich im Januar verschulden zu müssen.
Der Untersuchung zufolge:
Der Anteil derjenigen, die ihre Kreditkartenschulden nicht begleichen können, liegt bei 55,9 Prozent.
Der Anteil derjenigen, die nur den Mindestbetrag ihrer Kartenschulden zahlen, liegt bei 32,5 Prozent.
Der Anteil derjenigen, die glauben, dass sich die türkische Wirtschaft erholen wird, liegt bei lediglich 17,5 Prozent.
Der Anstieg der Verschuldungsraten spiegelt sich auch im Anlageverhalten der Istanbuler wider. Die erste Wahl für diejenigen, die sparen können, war mit 59,7 Prozent Gold.
KAUFKRAFT SINKT, EINKAUFSVERHALTEN ÄNDERT SICH
Im Bericht wurde auch das Einkaufsverhalten der Istanbuler unter die Lupe genommen. Die bevorzugten Einkaufsorte für Lebensmittel und Grundbedürfnisse waren Discounter (26,1 Prozent) und lokale Wochenmärkte (23,6 Prozent).
75,5 Prozent der Teilnehmer gaben an, noch nie auf einem Bio-Markt eingekauft zu haben.
62,6 Prozent erklärten, noch nie bei Online-Supermärkten eingekauft zu haben.
Nachrichtenquelle: 12punto
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