Çağada Kırım: Verbraucher wollen Kredite ohne Genehmigungshürden
Während wir uns darauf vorbereiten, uns vom Jahr 2023 zu verabschieden, zeigt sich, dass die Bürger mit Schulden in das neue Jahr starten werden. Laut einer Untersuchung des Vergleichsportals encazip.com sind die privaten Kreditkartenschulden im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 168 Prozent gestiegen. Es wurde beobachtet, dass die im Jahr 2023 erneut eingeführten Zinserhöhungen für Kreditkarten und Barvorschüsse die Verschuldung nicht verringert, sondern sogar noch weiter angeheizt haben.
Während wir uns in wenigen Tagen vom Jahr 2023 verabschieden, gehen wir mit Schulden in das Jahr 2024. Nach Daten der Bankenregulierungs- und Aufsichtsbehörde (BDDK) sind die privaten Kreditkartenschulden im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 168 Prozent gestiegen. Den Informationen der Zentralbank der Republik Türkei (TCMB) zufolge blieben die Zinssätze für Kreditkarten in der ersten Jahreshälfte 2023 stabil, wurden jedoch von Juli bis November monatlich angehoben. Gemäß der getroffenen Regelung stieg der maximale vertragliche Zinssatz für Kreditkarten in türkischer Lira zum 1. November auf 3,66 Prozent und für Barvorschüsse auf 4,42 Prozent, während der maximale Verzugszinssatz bei Kreditkarten auf 3,96 Prozent und bei Barvorschüssen auf 4,72 Prozent kletterte. Im Dezember wurden die Zinsen nicht weiter erhöht; diese Sätze blieben auch für den Dezember unverändert. Das Vergleichsportal encazip.com untersuchte, wie sich diese Zinserhöhungen im Laufe des Jahres 2023 auf die Verschuldung ausgewirkt haben. Die Untersuchung von encazip.com ergab, dass die Nachfrage der Bürger nach privaten Kreditkartenschulden trotz der steigenden Zinssätze weiter zunimmt.
PRIVATE KREDITKARTENSCHULDEN STEIGEN
Nach den am 1. Dezember veröffentlichten Daten der BDDK beliefen sich die gesamten Kreditschulden auf 11 Billionen 314 Milliarden TL. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres lag dieser Wert bei 7 Billionen 281 Milliarden TL. Das bedeutet einen Anstieg der gesamten Kreditschulden um 55 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ebenfalls laut den BDDK-Daten vom 1. Dezember beliefen sich die privaten Kreditkartenschulden in türkischer Lira und Fremdwährung auf 1 Billion 79 Milliarden TL. Davon entfielen 467 Milliarden TL auf Ratenzahlungen und 611 Milliarden TL auf Nicht-Ratenzahlungen. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres beliefen sich die privaten Kreditkartenschulden in türkischer Lira und Fremdwährung auf 403 Milliarden TL. Die privaten Kreditkartenschulden verzeichneten somit einen Anstieg von 168 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
STÄRKSTER ANSTIEG BEI NICHT-RATENZAHLUNGEN
Betrachtet man die privaten Kreditkartenschulden, so fand der stärkste Anstieg bei den Nicht-Ratenzahlungen statt. Die Schulden aus Nicht-Ratenzahlungen, die im Vorjahreszeitraum bei 211 Milliarden TL lagen, stiegen laut den Daten vom Dezember 2023 auf 611 Milliarden TL. Auch bei den Kreditkartenschulden mit Ratenzahlung war ein Anstieg zu verzeichnen. Die Verschuldung, die in den Daten vom Dezember 2022 bei 192 Milliarden TL lag, erreichte im gleichen Zeitraum 2023 467 Milliarden TL.
„VERBRAUCHER WOLLEN KREDITE OHNE GENEHMIGUNGSHÜRDEN“
Çağada Kırım, Gründer von Encazip.com und Experte für Ersparnisse, betont, dass ein Kreditwachstum von 168 Prozent bei einer Inflationsrate von 60 Prozent äußerst hoch sei, und bewertet diese Entwicklung wie folgt:
„Unsere Daten zeigen auch, dass die Ablehnungsquoten bei Konsumentenkrediten erheblich hoch sind. In dieser Situation weichen die Verbraucher alternativ auf Ausgaben über Kreditkarten und die Inanspruchnahme von Barvorschüssen aus. Dies führt dazu, dass die Kreditkartenschulden im Vergleich zu anderen Schulden stärker ansteigen. Trotz steigender Zinssätze verschulden sich die Verbraucher weiterhin.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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