Cevdet Yılmaz: 'Die türkische Wirtschaft ist über den globalen Wachstumsdurchschnitt gestiegen'
Vizepräsident Cevdet Yılmaz erklärte, dass die Türkei trotz der weltweiten wirtschaftlichen Schwankungen in den letzten sechs Jahren ein Wachstum verzeichnet habe, das doppelt so hoch sei wie die globale Wachstumsrate. Yılmaz gab an, dass das Nationaleinkommen 1,6 Billionen Dollar und das Pro-Kopf-Einkommen 18.000 Dollar überschritten hätten.
Vizepräsident Cevdet Yılmaz äußerte sich bei der Veranstaltung „Treffen der Nichtregierungsorganisationen und der Geschäftswelt“ in Samsun zur wirtschaftlichen Lage. Yılmaz wies darauf hin, dass die Weltwirtschaft eine schwierige Phase durchlaufe und der Handel hinter dem Wachstum zurückbleibe. Er erwähnte, dass der Protektionismus auf globaler Ebene zunehme, und erklärte, dass Machtkämpfe und Unsicherheiten die Entscheidungsmechanismen beeinflussten.
In Bezug auf die jüngste Wirtschaftsleistung der Türkei sagte Yılmaz: „Wenn wir uns das letzte Jahr ansehen, hat unser Nationaleinkommen die Marke von 1,6 Billionen Dollar überschritten. Unser Pro-Kopf-Einkommen ist auf ein Niveau von 18.000 Dollar gestiegen. Die Türkei entwickelt sich zu einem Akteur in der obersten Liga der Wirtschaft.“
Yılmaz betonte, dass künstliche Intelligenz, Digitalisierung und die grüne Transformation nicht nur im Zentrum der Wirtschaft, sondern auch der Entwicklungsstrategien stünden: „Ein nachhaltigeres, in digitale Technologien integriertes Modell ist nun vorherrschend. Wir als Türkei führen unsere Strategie im Bewusstsein dieser Entwicklungen durch.“ Cevdet Yılmaz unterstrich, dass die türkische Wirtschaft im 6-Jahres-Zeitraum bis 2025 ein Wachstum von 34,8 Prozent im Vergleich zur Weltwirtschaft verzeichnet habe, während dieser Wert weltweit bei 18,8 Prozent geblieben sei.
Yılmaz erklärte, dass insbesondere in der Industrieproduktion einige europäische Länder noch nicht das Niveau von vor der Pandemie erreicht hätten, während in der Türkei ein Anstieg der Industriekapazität und Produktion um 30 Prozent zu verzeichnen sei. „Es ist notwendig, sicherzustellen, dass unser Wachstum und unser Handel nachhaltig steigen und durch Produktivität in die Zukunft getragen werden“, sagte er.
Vizepräsident Yılmaz verwies auf Daten der OECD, der Weltbank und des IWF und erinnerte daran, dass die Türkei nach Kaufkraftparität im vergangenen Jahr die elftgrößte Volkswirtschaft der Welt und auf nominaler Dollarbasis die 16-größte geworden sei.
Yılmaz erklärte, dass die Türkei in den letzten 23 Jahren vom mittleren Einkommensniveau in die Gruppe der Länder mit hohem Einkommen aufgestiegen sei. Neben den Fortschritten bei Infrastruktur und Demokratie müsse das Land einen neuen Sprung nach vorne machen: „Im Einklang mit unserer historischen Mission streben wir an, die Türkei in eine deutlich höhere Liga zu heben. Dies wird durch gemeinsames Handeln geschehen.“
POLITIK GEGEN GLOBALE UND REGIONALE RISIKEN
Yılmaz wies darauf hin, dass das Kriegsumfeld in der Region nicht nur humanitäre, sondern auch schwerwiegende wirtschaftliche und ökologische Kosten verursache. „Der Krieg in unserer Region hat der ganzen Welt Kosten auferlegt, von der Logistik bis zur Energie und den Düngemittelpreisen. Als Türkei beteiligen wir uns nicht an diesem Feuer, sondern betreiben Diplomatie, um Frieden zu schaffen. Wir sind ein Land, das für den Frieden eintritt“, sagte er.
Yılmaz erklärte, dass durch die wirtschaftlichen Maßnahmen die negativen Auswirkungen des Krieges auf Inflation und Wachstum gemildert wurden. Er erläuterte, dass Praktiken zur Begrenzung der Weitergabe von Energiekosten an die Verbraucher sowie Import- und Bestandsmanagement zur Vermeidung von Versorgungsengpässen bei landwirtschaftlichen Betriebsmitteln in den Vordergrund gestellt wurden. „Die Türkei ist ein Land, das seine Ressourcen diversifiziert und die Versorgungssicherheit gewährleistet hat. Auch wenn wir von Preissteigerungen negativ betroffen waren, hatten wir bei den Grundnahrungsmitteln keine Versorgungsengpässe“, sagte er.
Yılmaz betonte, dass in Zeiten von Chaos und Krisen Länder, die eine stabile und vorhersehbare Politik verfolgen, hervorstechen, und wies darauf hin, dass die kurzfristig entstehenden Kosten mittelfristig neue Chancen für die Türkei schaffen würden.
Yılmaz erklärte, dass ein Umfeld von Frieden und Vertrauen die Grundvoraussetzung für die Entwicklung in der Türkei sei: „Niemand wird die Macht haben, die Stabilität der Türkei zu stören. Im ‚Jahrhundert der Türkei‘ gehen wir auf größere Ziele zu. Ich möchte insbesondere den Prozess einer ‚Türkei ohne Terror‘ unterstreichen. Wir schätzen den wirtschaftlichen Verlust durch den Terror auf mindestens 2 Billionen Dollar. Indem wir uns von dieser Last befreien und unsere Ressourcen in die Entwicklung investieren, wird unser Niveau noch weiter steigen.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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