Countdown zum risikoreichen OPEC+-Treffen wegen Angebotsfragen stützt Ölpreise
Die Ölpreise konnten ihre größten Gewinne seit einer Woche halten, während Investoren dem risikoreichen OPEC+-Treffen entgegenblicken und Anzeichen dafür bewerten, dass die Fed ihre Zinserhöhungen beendet hat.
Die globale Referenzsorte Brent notierte nach einem Anstieg von mehr als 2 Prozent am Dienstag unter 82 US-Dollar pro Barrel. US-Rohöl blieb unter 77 US-Dollar. Delegierten zufolge wird sich die OPEC+-Gruppe am Donnerstag online treffen, um ihre Politik für 2024 festzulegen, wobei der Streit über Produktionsquoten für einige afrikanische Mitglieder noch nicht beigelegt werden konnte.
Der Anstieg des Rohöls wurde durch den Rückgang des Dollars unterstützt, da der Bloomberg-Indikator für die US-Währung auf den niedrigsten Stand seit August fiel. Kommentare von Fed-Entscheidungsträgern, darunter Gouverneur Christopher Waller, deuteten darauf hin, dass die Zentralbank bereit ist, die Zinserhöhungen zu stoppen. Ein schwächerer Dollar macht Rohstoffe für Käufer aus Übersee attraktiver.
Yeap Jun Rong, Marktstratege bei IG Asia Pte in Singapur, sagte: "Der US-Dollar ist aufgrund der taubenhaften Erwartungen, die die Ölpreise weitgehend stützen, gefallen. Unterdessen werden alle Augen darauf gerichtet sein, ob der Block mehr tun kann, um die Preise zu stützen."
Die Ölpreise verzeichnen den dritten monatlichen Rückgang in Folge, da das Angebot aus Ländern außerhalb der Organisation erdölexportierender Länder steigt, was den Druck auf die Gruppe und ihre Verbündeten für tiefere Produktionskürzungen erhöht. Die Internationale Energieagentur erklärte Anfang des Monats, dass der globale Rohölmarkt im nächsten Jahr wieder auf dem Weg zu einem Überschuss sei.
Unterdessen meldete das vom Branchenverband finanzierte American Petroleum Institute in den USA, dass die landesweiten Lagerbestände in der vergangenen Woche um 817.000 Barrel gesunken seien, wie mit den Zahlen vertraute Personen berichteten. Auch die Bestände in Cushing gingen zurück. Sollte dies durch die Regierungsdaten im Laufe des Mittwochs bestätigt werden, wäre dies der erste Rückgang seit sechs Wochen, sowohl auf nationaler Ebene als auch in dem wichtigen Öllagerzentrum.
Nachrichtenquelle: 12punto
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