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'Das Visumproblem schadet unserem Land'

In der Türkei, die ein exportorientiertes Wachstum anstrebt, stellt das Visumthema eines der größten Probleme für den Logistiksektor dar, der als wichtigster Partner der Industrie gilt. Die Schwierigkeiten, mit denen Lkw-Fahrer bei der Visumbeschaffung konfrontiert sind, haben in den letzten Jahren ihren Höhepunkt erreicht.

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'Das Visumproblem schadet unserem Land'

Armağan Şahin, Vorstandsvorsitzender von Asil Transport Co., erklärte, dass Handel ein zweiseitiger Prozess sei: „Jedes nicht erteilte Visum schadet der Türkei ebenso wie den EU-Ländern. Die veraltete Visumpraxis muss abgeschafft und im Rahmen der neuen Weltwirtschaftsordnung durch ein schnelles Visumsystem ersetzt werden.“ 

Armağan Şahin, Vorstandsvorsitzender von Asil Transport Co., merkte an, dass Fahrer sogar bei der Terminvereinbarung für Visa lange Wartezeiten in Kauf nehmen müssten: „In der Branche werden unseren Fahrern nur kurzfristige Visa ausgestellt. Dass keine langfristigen Visa erteilt werden, kann ich noch nachvollziehen. Für die kurzfristigen Visa sollte jedoch ein System geschaffen werden, das eine schnelle Visumerteilung ermöglicht. Wenn wir Visa schnell erhalten könnten, würden wir viele Probleme in der Branche vermeiden. Denn derzeit müssen wir uns mit Terminwartezeiten von mindestens 1 bis 2 Monaten für die Visumbeantragung herumschlagen.“ sagt er.

JEDES NICHT ERTEILTE VISUM FÜHRT ZU WIRTSCHAFTLICHEN VERLUSTEN FÜR UNSER LAND

Şahin erklärte, dass Lkw-Fahrer vorrangig ein Visum benötigen, um in den Raum der Europäischen Union (EU) einreisen zu können. Er wies darauf hin, dass es Probleme bei Schengen-Terminen gebe, Visumanträge neuer Fahrer abgelehnt würden und erfahrene Fahrer nur kurzfristige Visa erhielten. Şahin betonte ausdrücklich, dass aufgrund dieser chaotischen Situation bei der Visumvergabe die von der EU aus der Türkei nachgefragten Produkte nicht von türkischen Logistikunternehmen und türkischen professionellen Lkw-Fahrern geliefert werden könnten. Er unterstrich, dass in diesem Fall nicht nur die Türkei, sondern auch globale Investoren, Produzenten, Handelsunternehmen und Verbraucher – kurzum der internationale Handel – Schaden nähmen.

Şahin wies darauf hin, dass jedes nicht erteilte Visum unserem Land wirtschaftlich schade: „Wenn unsere Fahrer kein Visum erhalten, bedeutet das, dass unsere Fahrzeuge nicht arbeiten können. Dass unsere Lkw aufgrund des Fahrermangels nicht genutzt werden können und ungenutzt herumstehen, führt zu einer negativen Bilanz für unsere Volkswirtschaft. Türkische Lkw müssen sich frei auf den Straßen bewegen und kilometerlange Strecken zurücklegen können, ohne an Visumbarrieren zu scheitern. Das System, das den Welthandel durch Visa, Quoten und Transitbehinderungen erschwert, muss sich endlich ändern. Wir gehen davon aus, dass in der neuen Weltwirtschaftsordnung ein schnelleres Visumsystem implementiert werden muss. Wir sind der Meinung, dass die EU bei Visa Erleichterungen gewähren sollte.“ Şahin erklärte, dass Tourismusvisa und Geschäftsvisa getrennt voneinander behandelt werden sollten, und forderte ein neues Visumsystem, das insbesondere in Urlaubszeiten niemanden unnötig belaste.

DIE EU-LÄNDER LEIDEN AM MEISTEN UNTER DER VISUMPRAXIS!

Şahin wies darauf hin, dass es in der Türkei sehr bedeutende Unternehmen mit EU-Kapital gebe, und erklärte, dass die EU-Länder selbst zu denjenigen gehörten, die am meisten unter dieser veralteten Visumpraxis litten. Er merkte an, dass zwischen der Türkei und der EU ein sehr intensiver Handel stattfinde, und sagte, dass die Türkei, obwohl sie nicht in die EU aufgenommen werde, indirekt ein EU-Land sei, da zahlreiche Investoren aus EU-Ländern mit ihren Fabriken und Produkten in der Türkei führend im Handel seien. Şahin betonte abschließend ausdrücklich, dass die EU ebenso wie die Türkei die Kosten für das Visumproblem trage, das das Wachstum im Handel zwischen der EU und der Türkei mit seinem großen Potenzial behindere, und dass der Handel ein vielschichtiger Prozess sei, der nicht blockiert werden dürfe.


Nachrichtenquelle: 12punto