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Die Gewinner und Verlierer unter den Investitionen im Mai angesichts der Inflation stehen fest

Das türkische Statistikamt TÜİK hat die realen Renditen von Finanzanlagen für den Zeitraum Mai 2026 veröffentlicht. Inflationsbereinigten Daten zufolge konnten sich Anleger in Einlagenzinsen und Aktien im Mai freuen, während Gold, Dollar und Euro Verluste verzeichneten. Auf Jahresbasis blieb Gold jedoch unangefochten an der Spitze.

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Die Gewinner und Verlierer unter den Investitionen im Mai angesichts der Inflation stehen fest

Das türkische Statistikamt (TÜİK) hat die von den Märkten mit Spannung erwarteten realen Renditen von Finanzanlagen für den Monat Mai 2026 veröffentlicht. Die Daten, die den erosiven Effekt der Inflation auf Investitionen deutlich machen, zeigen, dass die traditionellen sicheren Häfen wie Devisen und Gold im Mai für Anleger real an Wert verloren haben. Die strahlenden Sterne des Monats Mai waren hingegen die Einlagenzinsen in Türkischer Lira und der Aktienmarkt (BIST 100). Analysen erfahrener Wirtschaftsredakteure zufolge belohnte der Markt im Mai das Halten von Barmitteln und das Risiko bei Aktien, während die Seitwärtsbewegung der Wechselkurse und der Rückgang der globalen Goldpreise das Portfolio heimischer Anleger negativ beeinflussten.

FLUCHTRAMPE VOR DER INFLATION: TL-EINLAGEN UND BÖRSE ÜBERNEHMEN DIE FÜHRUNG

Den von TÜİK veröffentlichten monatlichen Daten zufolge wurde die höchste reale Rendite im Mai mit Brutto-Einlagenzinsen erzielt. Nach Bereinigung der Anlageinstrumente um die Erzeuger- und Verbraucherpreisindizes erzielten Einlagenzinsen eine reale Nettorendite von 0,35 Prozent bei Bereinigung um den Yİ-ÜFE (Erzeugerpreisindex) und 1,38 Prozent bei Bereinigung um den TÜFE (Verbraucherpreisindex).

Wer sich im gleichen Zeitraum für den Verbleib an der Börse entschied, konnte sein Geld ebenfalls gegen die Inflation schützen. Der BIST 100-Index bot Anlegern eine reale Rendite von 0,31 Prozent auf Basis des Yİ-ÜFE und 1,34 Prozent auf Basis des TÜFE.

WIND DREHT SICH IN DEN SICHEREN HÄFEN: DEVISEN UND GOLD GESCHMOLZEN

Im Mai ließen Wechselkurse und Gold die Kaufkraft der Anleger angesichts der Inflation schmelzen. Bei Bereinigung um den Yİ-ÜFE verzeichneten der Euro einen Verlust von 1,23 Prozent, der US-Dollar von 1,24 Prozent, staatliche inländische Schuldtitel (DİBS) von 1,60 Prozent und Gold von 3,78 Prozent.

Auch bei Betrachtung der TÜFE-Daten änderte sich das negative Bild nicht. Basierend auf den Verbraucherpreisen erlitten Anleger Verluste von 0,22 Prozent beim Euro, 0,33 Prozent beim US-Dollar, 0,59 Prozent bei DİBS und 2,79 Prozent bei Gold.

MIT ZUNEHMENDER LAUFZEIT KEHRTEN SICH DIE VERHÄLTNISSE UM: DREI- UND SECHSMONATIGE PERFORMANCE

Bei Betrachtung eines längeren Zeitraums fällt bei der Drei-Monats-Auswertung der stabile Ertrag der Einlagenzinsen auf. Die Einlagenzinsen (brutto) lagen im Drei-Monats-Zeitraum mit einem Gewinn von 0,61 Prozent (bereinigt um Yİ-ÜFE) bzw. 1,01 Prozent (bereinigt um TÜFE) an der Spitze. Den größten Schlag mussten in diesem Zeitraum diejenigen hinnehmen, die in Gold investierten, mit einem Verlust von 14,86 Prozent beim Yİ-ÜFE und 14,53 Prozent beim TÜFE.

Auf Sicht von sechs Monaten hatte der Börsenanleger die Nase vorn. Der BIST 100-Index war im Sechs-Monats-Zeitraum mit einer realen Rendite von 15,37 Prozent (bereinigt um Yİ-ÜFE) bzw. 12,67 Prozent (bereinigt um TÜFE) das ertragreichste Instrument. Der größte Verlierer der sechs Monate war der US-Dollar, der um 6,49 Prozent (Yİ-ÜFE) bzw. 8,68 Prozent (TÜFE) schrumpfte.

DER UNVERÄNDERLICHE CHAMPION DES JÄHRLICHEN MARATHONS: GOLD WIEDER AN DER SPITZE

Trotz kurzfristiger Schwankungen blieb der Spitzenplatz in der langfristigen (jährlichen) Bewertung unverändert. Gold bot Anlegern im letzten Jahr die höchste reale Rendite. Gold erfüllte seine Mission, langfristige Anleger vor der Inflation zu schützen, erfolgreich, indem es eine Nettorendite von 26,18 Prozent (bereinigt um Yİ-ÜFE) bzw. 22,68 Prozent (bereinigt um TÜFE) erzielte.

Auf Jahresbasis gehörten auch die Börse, Anleihen und Einlagen zum Club der Gewinner. Während der BIST 100-Index auf Yİ-ÜFE-Basis 19,11 Prozent, DİBS 7,00 Prozent und Einlagenzinsen 2,90 Prozent Rendite erzielten, verzeichneten der BIST 100 auf TÜFE-Basis 15,81 Prozent, DİBS 4,03 Prozent und Einlagenzinsen 0,05 Prozent reale Gewinne.

DER GRÖSSTE SCHLAG AUF JAHRESBASIS TRAF DEVISENANLEGER

Bei der Untersuchung der jährlichen Performance zeigt sich, dass Devisenanleger mit einem erheblichen realen Verlust konfrontiert waren. Bei Bereinigung um den Yİ-ÜFE verlor der Euro auf Jahresbasis 5,91 Prozent und der US-Dollar 9,18 Prozent. Auf TÜFE-Basis vertiefte sich der Verlust sogar auf 8,52 Prozent beim Euro und 11,70 Prozent beim US-Dollar. Diese Daten verdeutlichen, dass diejenigen, die im letzten Jahr auf Devisen setzten, etwa ein Zehntel ihrer Kaufkraft verloren haben.

 

 

 

 


Nachrichtenquelle: 12punto