Erst im Dezember von türkischem Unternehmen übernommen... Felgen-Gigant meldet zum 5. Mal Insolvenz an
Weltweit bekannte Großunternehmen melden weiterhin Insolvenz an. Zuletzt wurde bekannt, dass der deutsche Felgenhersteller BBS, der erst im vergangenen Dezember von einem türkischen Unternehmen übernommen wurde, Insolvenz angemeldet hat. Der deutsche Felgen-Gigant war bereits zuvor viermal insolvent.
Es wurde bekannt, dass der deutsche Felgen-Gigant BBS, der bereits viermal Insolvenz angemeldet hatte, nun zum fünften Mal einen Insolvenzantrag gestellt hat.
Wie Sercan Çelikbaş von Patronlar Dünyası berichtet, hatte die ISH Management Services GmbH, eine deutsche Tochtergesellschaft des türkischen Unternehmens İş Holding, im vergangenen Dezember die Geschäftsführung des deutschen Felgenherstellers übernommen. Der vom türkischen Unternehmen gekaufte deutsche Felgen-Gigant BBS hat nun zum fünften Mal Insolvenz angemeldet.
Der Insolvenzantrag wurde direkt von der İş Holding beim Amtsgericht Rottweil eingereicht. Dem Beschluss zufolge beabsichtigen die Unternehmenseigentümer damit, negative Entwicklungen in der finanziellen Situation der BBS Autotechnik GmbH zu verhindern.
Zum Insolvenzantrag vom Freitag äußerte sich der IG-Metall-Gewerkschaftssekretär Stefan Prutscher verwundert: „Niemand weiß, was der andere tut.“
Der traditionsreiche Felgenhersteller BBS hatte bereits 2007, 2011, 2020 und 2023 Insolvenz angemeldet. Nachdem die KW Automotive Group das Unternehmen im Juni 2021 übernommen hatte, ging BBS an die türkische ISH Management Services über. ISH hatte Pläne mit BBS, doch kürzlich kam ans Licht, dass die Gehälter der 270 Mitarbeiter seit einigen Monaten nicht mehr gezahlt wurden.
Das in Baden-Württemberg ansässige Unternehmen BBS hatte vor Kurzem die in der Felgenbranche erfahrene Managerin Simone Maier-Paselk zur Leiterin für Vertrieb und Marketing/Strategie und Geschäftsentwicklung ernannt.
BBS betreibt zwei Leichtmetallfelgenwerke in Schiltach und Herbolzheim und beschäftigt rund 270 Mitarbeiter.
IM DEZEMBER VON TÜRKISCHEM UNTERNEHMEN ÜBERNOMMEN
BBS, einer der traditionsreichsten Felgenhersteller Deutschlands mit zahlreichen Erfolgen im Motorsport, hatte nach einem Insolvenzantrag im September 2023 erneut den Besitzer gewechselt. Zuletzt war das historische Felgenunternehmen, das unter dem Dach der Firma KW Automotive tätig war, Ende letzten Jahres in die Familie der türkischen İş Holding aufgenommen worden.
GESCHÄFTSFÜHRER HATTE GESAGT: 'WIR WERDEN NIEMANDEN IM STICH LASSEN'
Geschäftsführer İlkem Şahin hatte vor wenigen Wochen in einer Erklärung Folgendes gesagt:
„Wir sagen es ganz deutlich: Wir werden diejenigen, die diesen Weg mit uns gehen, niemals im Stich lassen. Wir werden die Marke BBS, die für uns eine der größten deutschen Weltmarken ist, niemals aufgeben. Wir haben einen Plan und sind entschlossen, ihn umzusetzen.“
AUSZEICHNUNG ÜBER AUSZEICHNUNG GEWONNEN
Das Unternehmen BBS wurde 1970 von Heinrich Baumgartner, Klaus Brand und Alois Schmid in Schiltach, Deutschland, gegründet. Der Name 'BBS' steht für die Anfangsbuchstaben der Nachnamen der Gründer. Das Unternehmen machte sich in kurzer Zeit einen Namen mit seinen hochwertigen Schmiedefelgen. Es produziert Aluminiumfelgen unter Verwendung eines komplexen Verfahrens, das als Niederdruckgussverfahren bezeichnet wird. BBS erlangte zudem eine gewisse Berühmtheit, da es einst die Felgen für das Rennauto produzierte, mit dem Michael Schumacher zum ersten Mal Formel-1-Weltmeister wurde.
BBS hat zweimal den berühmten World Wheel Award gewonnen, der von der Essen Motor Show unterstützt wird.
Nachrichtenquelle: 12punto
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