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Erwartungen an eine zusätzliche Erhöhung des Mindestlohns gestiegen

Der SGK-Experte İsa Karakaş erläuterte die drängenden Probleme im Bereich des Mindestlohns und des Sozialversicherungssystems und betonte, dass eine zusätzliche Erhöhung des Mindestlohns im Juli auf die Tagesordnung kommen könnte. Darüber hinaus äußerte er sich zu wichtigen Regelungen bezüglich Beiträgen und Renten, die die Gesellschaft betreffen.

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Erwartungen an eine zusätzliche Erhöhung des Mindestlohns gestiegen

Die Probleme in den Bereichen Wirtschaft und soziale Sicherheit bleiben ein zentrales Thema auf der Agenda der Türkei. Der Experte der Sozialversicherungsanstalt (SGK), İsa Karakaş, äußerte sich in einer Fernsehsendung zu den ungelösten Fragen der Arbeitswelt und den häufig geäußerten Beschwerden der Bürger.

Karakaş wies auf das Ausmaß der Probleme hin und sagte: "Die Missstände in der Arbeitswelt im Zusammenhang mit der sozialen Sicherheit haben ein extremes Ausmaß erreicht. Wir erhalten ständig Anfragen, genau wie Sie. Es gibt zahlreiche Zuschauer, die sagen: 'Über uns wird nicht gesprochen'. Deshalb muss man die betroffenen Gruppen einzeln aufzählen."

Karakaş erklärte, dass zu den Themen, die seit 2023 auf eine Lösung warten, Forderungen wie die gestaffelte Rente sowie die Anrechnung von Praktikums- und Lehrzeiten auf die Rente gehören. Im öffentlichen Dienst seien die Regelung für den 3600-Zusatzindikator und das Lohngefälle beim Personal wichtige Probleme. Er drückte die Erwartungen der Beamten mit den Worten aus: "Man legt die Universitätsprüfung ab, besteht die KPSS, tritt in Karriereberufe ein, aber heute sagen sie, dass sie weit unter den Gehältern der Arbeiter im öffentlichen Dienst liegen. Seit 25 Jahren wurde keine Personalreform durchgeführt. Beamte, die auf den 3600-Zusatzindikator warten, können seit 4 Jahren nicht in Rente gehen."

FORDERUNGEN AN DIE SOZIALVERSICHERUNG, DIE AUF EINE LÖSUNG WARTEN

Den Einschätzungen von Karakaş zufolge beschränken sich die Forderungen nach Regelungen und Neuerungen nicht nur auf Beamte und Arbeiter. Etwa 1 Million Gewerbetreibende fordern eine Angleichung der Bağ-Kur-Beiträge, während Hausfrauen Erwartungen wie Beitragsermäßigungen und Rentenansprüche haben. Zudem wurde betont, dass für Steuerstrukturierungen, Änderungen bei Unterhaltszahlungen und Probleme bezüglich des Status von Leiharbeitern ein Zeitplan festgelegt werden müsse.

STEHT IM JULI EINE ZWISCHENERHÖHUNG DES MINDESTLOHNS AUF DER AGENDA?

Auf die Frage, ob eine zusätzliche Erhöhung des Mindestlohns im Juli zur Debatte stehe, antwortete Karakaş, dass es rechtlich gesehen keine Hindernisse gebe. In seiner auf technischen Daten basierenden Erklärung sagte er: "Nach der Definition des Mindestlohns sollte dieser ausreichen, um alle Grundbedürfnisse eines Arbeiters zu decken. Dies entspricht heute etwa 42.585 TL. Der aktuelle Mindestlohn liegt jedoch bei 28.000 TL. Das bedeutet, dass eine Erhöhung von etwa 51,7 % erforderlich ist. Es gab erhebliche Preiserhöhungen bei Posten wie Energie, die Kaufkraft ist rapide geschrumpft. Daher könnte die Möglichkeit einer Zwischenerhöhung auf die Tagesordnung kommen."

Karakaş analysierte auch die Erwartungen an die Renten und merkte an, dass die Inflationszahlen der nächsten drei Monate voraussichtlich zu einer Differenz von etwa 15 % für SSK- und Bağ-Kur-Rentner sowie 10-11 % für Beamtenrentner führen werden.

RENTNER BLICKEN AUF DEN ZEITPLAN FÜR EINE PAUSCHALE ERHÖHUNG

Der Experte kommentierte, wann die Erwartungen der Rentner auf eine pauschale Erhöhung erfüllt werden könnten, und erklärte, dass eine solche Regelung angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen und Haushaltsgleichgewichte im Juli 2026 schwierig sei. Karakaş nannte das Jahr 2027 als den frühestmöglichen Zeitpunkt, an dem eine pauschale Erhöhung realisiert werden könnte.

Vor dem Hintergrund dieser Einschätzungen wird darauf hingewiesen, dass eine Lösung der bestehenden Probleme kurzfristig schwierig erscheint, solange keine ernsthaften strukturellen Schritte in der Arbeitswelt und im Sozialversicherungssystem unternommen werden.


Nachrichtenquelle: 12punto