Europäische Zentralbank gibt Zinsentscheidung bekannt
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat heute auf ihrer Sitzung des EZB-Rats die Leitzinsen im Einklang mit den Markterwartungen unverändert gelassen. In der Erklärung hieß es: „Die EZB wird sicherstellen, dass die Leitzinsen so lange wie erforderlich auf einem ausreichend restriktiven Niveau bleiben.“
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat auf ihrer heutigen Sitzung des EZB-Rats die Leitzinsen im Einklang mit den Markterwartungen unverändert gelassen. Die EZB beließ den Leitzins bei 4,50 Prozent, den Einlagensatz bei 4,0 Prozent und den Spitzenrefinanzierungssatz bei 4,75 Prozent.
In der Erklärung hieß es: „Die EZB wird sicherstellen, dass die Leitzinsen so lange wie erforderlich auf einem ausreichend restriktiven Niveau bleiben.“ In den nach der Sitzung des EZB-Rats veröffentlichten Projektionen senkte die Bank zudem ihre Inflations- und Wachstumsprognosen.
WACHSTUMSPROGNOSE GESENKT
Die EZB senkte ihre Inflationsprognose für 2024 von 2,7 Prozent auf 2,3 Prozent und reduzierte die Wachstumsprognose von 0,8 Prozent auf 0,6 Prozent.
Hier ist die nach der Sitzung des EZB-Rats veröffentlichte Pressemitteilung der EZB:
„Der EZB-Rat hat heute beschlossen, die drei Leitzinssätze der EZB unverändert zu lassen.
Seit der letzten Sitzung des EZB-Rats im Januar ist die Inflation weiter zurückgegangen. In den jüngsten Projektionen der EZB-Experten wurde die Inflation für das Jahr 2024 nach unten korrigiert, was insbesondere den geringeren Beitrag der Energiepreise widerspiegelt. Die Experten gehen nun davon aus, dass die Inflation im Jahr 2024 durchschnittlich 2,3 %, im Jahr 2025 2,0 % und im Jahr 2026 1,9 % betragen wird. Auch die Prognosen für die Inflation ohne Energie und Nahrungsmittel wurden nach unten korrigiert und auf durchschnittlich 2,6 % für 2024, 2,1 % für 2025 und 2,0 % für 2026 festgelegt.
Obwohl sich die meisten zugrunde liegenden Inflationsindikatoren weiter abgeschwächt haben, bleiben die inländischen Preissteigerungen aufgrund des starken Lohnwachstums teilweise hoch.
Die restriktiven Finanzierungsbedingungen und die Auswirkungen der früheren Zinserhöhungen auf die Nachfrage tragen dazu bei, die Inflation zu senken.
„WIRTSCHAFTLICHE AKTIVITÄT WIRD VORAUSSICHTLICH STAGNIEREN“
Die Experten haben die Wachstumsprognose für 2024 auf 0,6 % gesenkt; die wirtschaftliche Aktivität dürfte kurzfristig stagnieren. Danach wird eine Erholung der Wirtschaft erwartet, mit einem Wachstum von 1,5 % im Jahr 2025 und 1,6 % im Jahr 2026, wobei dieses Wachstum zunächst durch den Konsum und später durch Investitionen gestützt werden soll.
Der EZB-Rat ist entschlossen, eine rechtzeitige Rückkehr der Inflation zum mittelfristigen Ziel von 2 % sicherzustellen. Basierend auf seiner aktuellen Bewertung ist der EZB-Rat der Ansicht, dass die Leitzinsen der EZB auf einem Niveau liegen, das bei einer ausreichend langen Beibehaltung einen wesentlichen Beitrag zu diesem Ziel leistet. Die künftigen Entscheidungen des EZB-Rats werden sicherstellen, dass die Leitzinsen so lange wie erforderlich auf einem ausreichend restriktiven Niveau festgelegt werden.
Der EZB-Rat wird weiterhin einen datengestützten Ansatz verfolgen, um das angemessene Maß und die Dauer der Restriktion zu bestimmen. Insbesondere werden die Zinsentscheidungen des EZB-Rats auf seiner Bewertung der Inflationsaussichten vor dem Hintergrund der eingehenden Wirtschafts- und Finanzdaten, der Dynamik der zugrunde liegenden Inflation und der Stärke der geldpolitischen Transmission basieren.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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