Goldbesitzer und Schuldner aufgepasst: Der Mai-Sturm steht vor der Tür
Die Expertin für Gold- und Geldmärkte, Şirin Sarı, wies in der Sendung „Ekonomi Masası“ auf die restriktivere Politik der Fed und die globale Liquiditätsverknappung hin und erklärte, dass es bis Mitte Mai insbesondere bei Gold zu starken Marktrücksetzern kommen könnte.
Die Gold- und Geldmarktexpertin Şirin Sarı äußerte sich in der Sendung „Ekonomi Masası“, die auf dem YouTube-Kanal von „Nasıl Bir Ekonomi TV“ ausgestrahlt wurde, zur Lage am Goldmarkt und richtete dabei deutliche Warnungen an die Anleger.
Sarı erklärte, dass insbesondere bis Mitte Mai mit starken Kursrückgängen an den globalen Märkten zu rechnen sei.
Sarı betonte, dass sich die Aufmerksamkeit an den globalen Märkten auf die Zentralbanken, insbesondere auf die US-Notenbank (Fed), richte. Die kommenden Beschäftigungs- und Inflationsdaten aus den USA seien dabei entscheidend.
Sollte die US-Inflation weiterhin über 3,3 Prozent liegen, könnte die Fed eine noch restriktivere Haltung einnehmen, was den Goldpreis unter Abwärtsdruck setzen würde, so Sarı.
Sarı erklärte, dass Anleger bei anhaltend hohen Zinsen eher zu Anleihen tendierten, die Zinserträge bieten, weshalb ein gewisser Druck auf den Goldpreis unvermeidlich sei.
INFLATION UND GOLDBEDARF IN DER TÜRKEI
Sarı hob hervor, dass die Inflationserwartungen in der Türkei die Nachfrage nach Gold auf dem Binnenmarkt erhöht hätten und die Goldimporte im ersten Quartal des Jahres Rekordwerte erreicht hätten.
Eine monatliche Inflationsrate von über 4 Prozent wirke sich negativ auf das Wirtschaftssystem aus. Selbst noch nicht eingetretene Preissteigerungen würden bereits auf die Preisschilder übertragen, wodurch die Türkei nach der Pandemie zu einem der teuersten Länder der Welt geworden sei, so Sarı.
WIE WEIT KANN DER RÜCKGANG GEHEN?
Mit Blick auf die technischen Marken beim Goldpreis warnte Sarı, dass bei einem Unterschreiten der Marke von 4.500 Dollar auf globaler Ebene die Preise schnell in den Bereich von 4.300 bis 4.100 Dollar fallen könnten. Dieser Rückgang werde sich auch auf den Gramm-Gold-Preis auf dem türkischen Binnenmarkt auswirken, wo sie einen Rückgang auf 6.300 bis 6.000 Lira prognostizierte.
Sarı fügte hinzu, dass sich die Preisspanne zwischen Banken und Juwelieren verringert habe und diese Differenz bei nachlassender Nachfrage auf dem Binnenmarkt zeitweise sogar negativ werde.
DER „SELL IN MAY AND GO AWAY“-EFFEKT
Sarı wies darauf hin, dass auch saisonale Effekte an den Märkten eine Rolle spielten, und erinnerte an die bekannte Börsenweisheit „Sell in May and go away“. Bis Mitte Mai könne es zu einer breiten Verkaufswelle kommen, die Gold, Kryptowährungen und Aktien betreffe. Dieser Prozess könne bis zum 20. Mai anhalten, danach sei ein positiveres Marktumfeld möglich, so die Expertin.
Sarı erklärte, der wichtigste Faktor, der noch stärkere Einbrüche beim Goldpreis verhindere, seien die physischen Goldkäufe der Zentralbanken. Länder wie China, Kasachstan, Usbekistan und Polen würden ihre Reserven weiter aufstocken.
Sarı fügte hinzu, dass geopolitische Risiken vom Markt bereits teilweise eingepreist seien, diese jedoch im Schatten der Rallye bei Künstlicher Intelligenz stünden und sich daher nicht vollständig in den Preisen widerspiegelten.
Nachrichtenquelle : 12punto
Meistgelesen
Das Schreiben nimmt kein Ende: Noch eine FETÖ-Erinnerung
Der Geist, der an der Leggings hängen blieb...
Abgeordneter, dem ein Wechsel zur AKP nachgesagt wird, beginnt Überzeugungstour
Die internen Debatten der CHP interessieren mich überhaupt nicht
Ümit Özdağ kommentiert neue Parteigründung
Junges Paar stirbt bei Absturz mit Geländewagen 15 Meter in die Tiefe
Strenge Kontrollen für Fahranfänger
Warnung vor dem Risiko von Haarausfall bei GLP-1-Medikamenten
Die Wahl des stellvertretenden Bürgermeisters, die die CHP gewonnen hatte, wird ab der dritten Runde wiederholt
Enver-Altaylı-Vorwurf in der Akte Yazıcıoğlu