Goldpreis fällt unter 5.000 Dollar pro Unze
Aufgrund geringer Handelsvolumina an den globalen Märkten ist der Goldpreis pro Unze unter die Marke von 5.000 Dollar gefallen. Feiertage in den USA sowie das Mondneujahr in Asien, durch das viele Börsen geschlossen blieben, beeinflussten das Marktgeschehen.
Da wichtige Marktteilnehmer weltweit derzeit nicht aktiv sind, verlief der Goldhandel mit schwachem Volumen. Am Dienstag verzeichnete der Goldpreis pro Unze einen Rückgang von bis zu 1,4 Prozent, nachdem er bereits am vorangegangenen Handelstag einen Wertverlust von 1 Prozent hinnehmen musste.
Die in der vergangenen Woche veröffentlichten moderaten US-Inflationsdaten hatten die Erwartungen auf Zinssenkungen durch die US-Notenbank (Fed) gestärkt, was zu einem kurzzeitigen Anstieg der Goldpreise führte; die Aussicht auf niedrigere Zinsen stützte dabei Edelmetalle, die keine Zinserträge abwerfen. Obwohl der Goldpreis Ende Januar dank intensiver spekulativer Käufe mit über 5.595 Dollar ein historisches Rekordhoch erreichte, waren die Preise durch heftige Verkäufe zu Monatsbeginn auf etwa 4.400 Dollar gefallen. Nach dieser starken Bewegung konnte Gold zwar einen Teil der Verluste wieder wettmachen, setzte jedoch seinen volatilen Kurs fort.
Die meisten großen Finanzinstitute gehen davon aus, dass der Aufwärtstrend bei Edelmetallen mittelfristig anhalten wird. In den Analysen von Instituten wie BNP Paribas, Deutsche Bank und Goldman Sachs werden geopolitische Risiken, Debatten über die Unabhängigkeit der Zentralbanken sowie die Tendenz der Anleger, sich von Währungen und Staatsanleihen abzuwenden, als Hauptgründe für das gestiegene Interesse an Gold genannt.
Der Analyst von City Index, Fawad Razaqzada, kommentierte: „Dass Gold unter 5.000 Dollar bleibt, könnte Anleger mit bullischen Erwartungen abschrecken, und die zuletzt beobachtete Volatilität könnte Druck auf die Preise ausüben.“
Auf dem Markt in Singapur fiel der Spot-Goldpreis um 0,5 Prozent auf 4.967,82 Dollar pro Unze, während Silber einen Wertverlust von 0,4 Prozent verzeichnete. Während sich die Platinpreise kaum veränderten, sank Palladium um mehr als 1 Prozent. Der Bloomberg Dollar Spot Index blieb unterdessen nach einem begrenzten Anstieg in der vorangegangenen Sitzung heute unverändert.
Nachrichtenquelle: 12punto
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