Hafize Gaye Erkan antwortet auf die Frage 'Wo sind die 128 Milliarden Dollar'
Die Präsidentin der Zentralbank der Republik Türkei, Hafize Gaye Erkan, hat auf die Frage „Wo sind die 128 Milliarden“ geantwortet. Erkan erläuterte den Verbleib von 110 Milliarden Dollar dieser Devisen und gab an, dass 60 Milliarden Dollar an Unternehmen und 50 Milliarden Dollar an Privatpersonen geflossen seien.
Zentralbankchefin Hafize Gaye Erkan antwortete im Planungs- und Haushaltsausschuss der Großen Nationalversammlung der Türkei auf die Fragen der Abgeordneten zum Verbleib der „128 Milliarden Dollar“.
ERLÄUTERUNG ZU 110 MILLIARDEN DOLLAR
Mit dem Hinweis auf die „Zeit vor meiner Amtszeit“ erklärte Erkan, dass 60 Milliarden Dollar der Devisenreserven an Unternehmen und 50 Milliarden Dollar an Privatpersonen geflossen seien. Während Erkan keine detaillierten Angaben dazu machte, welche Unternehmen und Personen zu welchen Wechselkursen die Devisen erhalten haben, blieb der Verbleib der restlichen 18 Milliarden Dollar zunächst ungeklärt. Sie führte ihre Ausführungen wie folgt fort:
„Ich möchte technisch antworten. Denn das ist es, was ich als Technokratin tun kann. Im Jahr 2020 verbesserte sich die Fremdwährungsposition des Realsektors im Vergleich zu 2017 um etwa 60 Milliarden Dollar, während die Deviseneinlagen der privaten Haushalte um etwa 50 Milliarden Dollar stiegen. Im gleichen Zeitraum verringerte sich das Portfolio der gebietsfremden Anleger und es wurde, mit Ausnahme von 2019, ein Leistungsbilanzdefizit verzeichnet. Die Auswirkungen dieser Entwicklungen auf die Position der TCMB (Reserven) sind sichtbar. Die Mathematik dahinter ist eindeutig.“
„ICH KANN EINE DEBATTE DARÜBER, 'WAS MIT DEN RESERVEN PASSIERT IST', WEDER FÜR UNSERE INSTITUTION NOCH FÜR DIE TÜRKEI FÜR ANGEMESSEN HALTEN“
Präsidentin Gaye Erkan erklärte, dass sie nach ihrem Amtsantritt die Vergangenheit geprüft und sich mit dem Thema der 128 Milliarden Dollar befasst habe. Mit den Worten „Ich möchte den Punkt teilen, der mich traurig macht“ sagte sie: „Es herrscht das Verständnis, als seien die Devisenreserven der TCMB heimlich an bestimmte Institutionen und Personen übertragen worden. Als ein Kind der Türkei kann ich in einem Zeitalter, in dem Kommunikations- und Informationstechnologien so weit fortgeschritten sind, eine Debatte darüber, 'Was mit den Reserven passiert ist', in einer der Welt gegenüber offenen Institution wie der Zentralbank weder für unsere Institution noch für die Türkei für angemessen halten.“
WARUM WURDE DEM MARKT DEVISENLIQUIDITÄT ZUR VERFÜGUNG GESTELLT?
Präsidentin Erkan wies darauf hin, dass die Transaktion eine gesetzliche Grundlage habe und im Rahmen des damals zwischen dem Finanzministerium und der Zentralbank unterzeichneten Protokolls durchgeführt worden sei. Sie sagte: „Durch die Bereitstellung von Devisenliquidität für den Markt wurde versucht, ungesunde Preisbildungen und Wechselkursschwankungen zu verhindern, die durch die Auswirkungen der ins Negative gedrehten Kapitalströme in Richtung Türkei hätten entstehen können.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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