Heftiger Sturm am Silbermarkt
Silber, der Star des Edelmetallmarktes im Jahr 2025, hat nach dem Erreichen seines jüngsten Höchststandes einen überraschend deutlichen Rückgang verzeichnet, der viele Anleger verunsichert.
Die außergewöhnlichen Schwankungen bei Silber in den vergangenen Wochen haben sowohl in der Weltwirtschaft als auch in den Portfolios türkischer Anleger ihre Spuren hinterlassen. Nachdem Silber im Laufe des Jahres 2025 kontinuierlich Rekorde gebrochen hatte, erreichte es zu Beginn dieser Woche mit einem Anstieg über die Marke von 85 Dollar einen neuen Höchststand. Doch durch den am Abend einsetzenden starken Verkaufsdruck kam es zu einem plötzlichen Preiseinbruch; der Preis für eine Unze Silber verlor fast 10 Prozent an Wert und fiel unter 76 Dollar.
Dieser heftige Rückgang bei Silber wirkte sich auch auf die Grammpreise aus. Auf dem Binnenmarkt fiel der Grammpreis für Silber von 120 Lira zu Wochenbeginn auf 107 Lira. Diese Volatilität hat die Sorgen unter den Anlegern verstärkt.
Die gestiegene Risikobereitschaft und die Stärkung des US-Dollars auf den internationalen Märkten haben nicht nur Silber, sondern auch Gold negativ beeinflusst. Der Preis für eine Unze Gold sank im Tagesverlauf um 3,8 Prozent auf 4.880 Dollar. Experten weisen darauf hin, dass insbesondere die Wirtschaftsdaten aus den USA und der Anstieg des Dollar-Index die Abflüsse aus den als sichere Häfen geltenden Metallen beschleunigt haben.
Der bemerkenswerte Aufwärtstrend bei Silber im Jahr 2025 hatte am 29. Januar mit einem historischen Höchststand von 121,60 Dollar pro Unze seinen Zenit erreicht. Dieses glänzende Bild änderte sich jedoch in der Folgezeit durch globale politische Entwicklungen, geopolitische Risiken und die Unsicherheiten in der US-Innenpolitik.
Analysten betonen, dass die Silberpreise mittlerweile weit über die wirtschaftlichen Daten hinaus stark von geopolitischen Risiken und politischen Debatten in den USA beeinflusst werden. Insbesondere die Handelspolitik unter der Trump-Regierung und die anhaltenden Diskussionen über die Unabhängigkeit der US-Notenbank beeinträchtigen die Nachfrage nach sicheren Häfen auf den Märkten.
Der Bankenriese J.P. Morgan zeichnete in seinen Prognosen für das Jahr 2026 trotz der Volatilität ein positives Bild für Silber. Den Einschätzungen der Bank zufolge wird erwartet, dass sich der Silberpreis im Jahr 2026 bei durchschnittlich etwa 81 Dollar stabilisiert. Analysten wiesen darauf hin, dass die Spanne zwischen 75 und 80 Dollar kurzfristig eine wichtige Unterstützungszone bilde und bei einer anhaltenden Erholung die Möglichkeit bestehe, dass sich die Preise wieder der 90-Dollar-Marke annähern. Zudem wird die Warnung ausgesprochen, dass sich der Markt nach der Verkaufswelle vom 31. Januar, die den Preis unter 65 Dollar drückte, weiterhin auf der Suche nach einem neuen Boden befindet.
Nachrichtenquelle: 12punto
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