Historischer Tag an den Märkten: Goldpreis auf Rekordhoch
Aufgrund der Schwäche des Dollars auf den globalen Märkten und zunehmender geopolitischer Risiken haben sich Investoren in sichere Häfen geflüchtet. Der Goldpreis pro Unze stieg auf 5.247 Dollar, während der Grammpreis 7.324 Lira erreichte und damit historische Höchststände markierte.
Die Abwertung des Dollars auf den globalen Märkten und die zunehmenden geopolitischen Unsicherheiten haben die Suche der Investoren nach sicheren Häfen beschleunigt. Während die Erwartungen hinsichtlich der geldpolitischen Schritte der US-Notenbank (Fed) anhalten, haben die Goldpreise sowohl auf den internationalen als auch auf den inländischen Märkten neue Rekordniveaus erreicht.
GOLDUNZE ERREICHT NEUEN HÖCHSTSTAND
Der Goldpreis pro Unze stieg am Mittwoch um 1,1 Prozent auf 5.243,58 Dollar. Im Tagesverlauf testete der Preis die Marke von 5.247,21 Dollar und erreichte damit den höchsten Stand aller Zeiten. Während der Anstieg des Goldpreises pro Unze seit Jahresbeginn 20 Prozent übersteigt, wurden US-Gold-Futures mit einem Aufschlag von 3,1 Prozent bei 5.237,70 Dollar gehandelt.
HISTORISCHES NIVEAU BEI GOLD IM GRAMMPREIS
Der globale Anstieg spiegelte sich auch auf dem Binnenmarkt wider. Der Grammpreis für Gold stieg um 1,11 Prozent auf 7.305 Lira. Mit einem Tageshöchstwert von 7.324 Lira verzeichnete der Goldpreis pro Gramm einen neuen Rekord.
DOLLAR SETZT SCHWÄCHEPHASE FORT
Der US-Dollar bewegte sich in der Nähe seiner tiefsten Stände seit fast vier Jahren, wobei der Verkaufsdruck deutlich wurde. Die Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zum Wert des Dollars verstärkten die Erwartung eines „schwachen Dollars“ an den Märkten. Analysten weisen darauf hin, dass diese Entwicklung auf der Dollar-Seite die Goldpreise stützt.
FED-ERWARTUNGEN UND TRUMPS BOTSCHAFTEN
Kelvin Wong, leitender Marktanalyst bei OANDA, erklärte, dass der Anstieg bei Gold durch die starke inverse Korrelation zum Dollar genährt werde. Wong betonte, dass Trumps Äußerungen die Preise während der US-Handelssitzung nach oben getrieben hätten. Trump äußerte, dass er in Kürze seinen Kandidaten für den Fed-Vorsitz bekannt geben werde und unter der neuen Regierung mit sinkenden Zinsen rechne. Die Märkte erwarten hingegen, dass die Fed die Zinsen bei ihrer Sitzung im Januar unverändert lässt.
PROGNOSE VON 6.000 DOLLAR
Die Deutsche Bank prognostizierte, dass Gold aufgrund der anhaltenden Investitionsnachfrage und der Hinwendung der Zentralbanken zu alternativen Vermögenswerten zum Dollar bis 2026 einen Preis von 6.000 Dollar pro Unze erreichen könnte. Kurzfristig wurde das technische Widerstandsniveau bei etwa 5.240 Dollar angegeben.
ANSTIEG AUCH BEI ANDEREN METALLEN
Spot-Silber stieg um 1,9 Prozent auf 115,11 Dollar. Silber, das Anfang der Woche mit 117,69 Dollar einen Rekord aufgestellt hatte, hat seit Jahresbeginn rund 60 Prozent an Wert gewonnen. Platin legte um 2 Prozent auf 2.692,60 Dollar zu, während Palladium um 1,4 Prozent auf 1.961,68 Dollar stieg.
VERBRAUCHERVERTRAUEN GESUNKEN
Das Verbrauchervertrauen in den USA ist im Januar aufgrund des schwächelnden Arbeitsmarktes und hoher Preise auf den niedrigsten Stand seit 11,5 Jahren gefallen. Dieses Bild hat die Tendenz der Investoren, sich in sichere Häfen zu flüchten, weiter verstärkt.
Nachrichtenquelle: 12punto
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