Illegale Wetten hatten bereits Schulen erreicht: Mehmet Şimşek äußert sich zu 'Schwarzgeld'
Finanzminister Mehmet Şimşek hat Universitätsstudenten vor der missbräuchlichen Nutzung ihrer Bankkonten gewarnt. Er mahnte davor, Bankkonten nicht für Geldwäsche oder die Finanzierung von Terrorismus zur Verfügung zu stellen, um sich ein Zusatzeinkommen zu verschaffen.
Finanzminister Mehmet Şimşek erläuterte die laufenden Bemühungen zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit im Hinblick auf die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.
Şimşek betonte, dass man angesichts der entscheidenden Rolle der öffentlichen Aufklärung bei der Prävention dieser Straftaten großen Wert auf bewusstseinsbildende Maßnahmen lege. Er wies darauf hin, dass insbesondere Universitätsstudenten dazu verleitet würden, ihre Konten für fremde Zwecke zur Verfügung zu stellen.
"SIE KÖNNTEN IN ZUKUNFT ZU HAFTSTRAFEN VERURTEILT WERDEN..."
Şimşek erklärte, dass die MASAK (Finanzkriminalitäts-Untersuchungsrat) zur Aufklärung der Studenten mit dem Hochschulrat (YÖK), dem Rat für Rundfunk und Fernsehen (RTÜK) sowie dem Ministerium für Jugend und Sport zusammenarbeite. Er sagte: "Universitätsstudenten sollten ihre Bankkonten nicht Personen zur Verfügung stellen, die Geld waschen oder Terrorismus finanzieren, nur um ein Einkommen zu erzielen. Die jungen Menschen sollten ihre Zukunft nicht wissentlich oder unwissentlich ruinieren. Dies ermöglicht es Geldwäschern oder Terrorfinanzierern, ihre Ziele zu erreichen, indem sie hohe Geldbeträge transferieren und so die Spur des Geldes verwischen."
In diesem Zusammenhang verwies Şimşek auf Konten, die Schüler in der Berufsausbildung für Praktikumsvergütungen eröffnen, und fügte hinzu: "Wer seine Konten zur Verfügung stellt, muss in Zukunft mit Haftstrafen rechnen. Die jungen Leute sollten wissen, dass sie selbst dann, wenn sie unwissentlich in solche Geschäfte verwickelt werden, vorbestraft sein können und ihre Zukunft riskieren."
ÖFFENTLICHER SPOT
Şimşek informierte darüber, dass die MASAK zur Unterbindung dieser Praxis zunächst mit dem RTÜK kooperiert habe und ein von der TRT erstellter öffentlicher Spot nun auf den Fernsehsendern ausgestrahlt werde.
PLAKATE IN WOHNHEIMEN
Darüber hinaus erklärte Şimşek, dass von der MASAK erstellte Plakate zur Aufklärung der Studenten an den YÖK übermittelt wurden, um sie an den Universitäten zu verteilen. Er äußerte sich wie folgt:
"Auf diesen Plakaten werden die Studenten gewarnt: 'Verbrennen Sie nicht Ihre Zukunft. Wenn Ihre Bankkonten für Geldtransfers bei Straftaten wie Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung oder Betrug genutzt werden, drohen Ihnen schwere Haftstrafen. Stellen Sie Ihre Bankkonten nicht anderen zur Verfügung.' Eine ähnliche Zusammenarbeit wurde mit dem Ministerium für Jugend und Sport vereinbart. Die von der MASAK erstellten Plakate wurden an das Ministerium geschickt, um sie sowohl in den Wohnheimen der Generaldirektion für Kredite und Wohnheime als auch in privaten Wohnheimen aufzuhängen. Nach dem YÖK starten wir nun auch eine gemeinsame Arbeit mit dem Bildungsministerium, um Jugendliche im Sekundarschulalter zu informieren."
Şimşek betonte, dass man die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die institutionelle Struktur der MASAK weiter stärken werde, um Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu verhindern, und die Öffentlichkeit weiterhin intensiv über diese Themen aufklären werde. Er fügte hinzu: "Der Kampf gegen Schwarzgeld ist auch für die Vermeidung von Steuerverlusten und Steuerhinterziehung von Bedeutung. Wir werden jede Form von informellen Transaktionen, die dem Staat Einnahmeverluste zufügen, genau verfolgen."
Şimşek betonte, dass die MASAK ihre Arbeit zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung in enger Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden und Justizorganen ununterbrochen fortsetze, und hielt fest:
"Die MASAK leistet einen sehr wichtigen Beitrag für die Strafverfolgungs- und Justizbehörden in vielen Bereichen, die mit Schwarzgeld zu tun haben, insbesondere bei Drogenhandel, organisierter Kriminalität, illegalen Wetten und Betrug. Die MASAK beschafft einerseits Meldungen über verdächtige Transaktionen und andere Informationen aus dem Finanzsektor und erhält andererseits Informationen und Dokumente aus den Ermittlungen der Justiz- und Strafverfolgungsbehörden. Die gesammelten Daten sowie die Informationen und Dokumente aus den Ermittlungsakten werden mit technologischen Mitteln und Fachwissen kombiniert und mit hoher Präzision analysiert. Als Ergebnis dieser Analysen werden den Justiz- und Strafverfolgungsbehörden neue Erkenntnisse über Straftaten und Täter geliefert, Tatverdachtsmomente erhärtet, neue kriminelle Netzwerke aufgedeckt und die Beschlagnahmung von Schwarzgeld aus Straftaten ermöglicht."
Nachrichtenquelle: 12punto
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