IMF-Bericht zur Türkei: Das ist die Inflationsprognose zum Jahresende
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat mitgeteilt, dass im Rahmen der aktuellen Wirtschaftspolitik in der Türkei mit einem weiteren Rückgang der Inflation zu rechnen ist.
In einer Erklärung des IWF wurde mitgeteilt, dass am 27. September die Konsultationen gemäß Artikel IV mit der Türkei abgeschlossen wurden.
In der Erklärung hieß es, dass der entschlossene Wandel in der Wirtschaftspolitik im vergangenen Jahr den allgemeinen politischen Kurs der Türkei gestrafft habe.
Es wurde betont, dass Steuer- und Ausgabenmaßnahmen die Bemühungen zur Wiederherstellung der fiskalischen Vorsicht unterstützten und das Bekenntnis zu einer stärkeren Einkommenspolitik die Glaubwürdigkeit gestärkt habe.
In der Erklärung wurde zum Ausdruck gebracht, dass die politische Kehrtwende wirtschaftliche Ungleichgewichte verringert und das Vertrauen wiederbelebt habe.
Es wurde darauf hingewiesen, dass die Gesamtinflation aufgrund der strafferen Finanzbedingungen, die Druck auf die Binnennachfrage ausüben, gesunken sei. Zudem wurde bewertet, dass sich die Marktstimmung durch die Hinwendung inländischer und ausländischer Investoren zu Vermögenswerten in türkischer Lira deutlich verbessert habe; niedrige Rohstoffpreise, lebhafte Exporte und rückläufige Goldimporte hätten das Leistungsbilanzdefizit gestärkt und eine große Verbesserung sowohl der Brutto- als auch der Nettoreserven unterstützt.
INFLATIONSPROGNOSE ZUM JAHRESENDE BEKANNT GEGEBEN
In der Erklärung, die auch wirtschaftliche Prognosen enthielt, wurde angegeben, dass für die türkische Wirtschaft ein Wachstum von 3 Prozent im Jahr 2024, 2,7 Prozent im Jahr 2025, 3,2 Prozent im Jahr 2026, 3,4 Prozent im Jahr 2027, 3,7 Prozent im Jahr 2028 und 3,9 Prozent im Jahr 2029 erwartet werde.
Es wurde prognostiziert, dass die Arbeitslosenquote nach einem leichten Anstieg im nächsten Jahr allmählich sinken werde; sie werde in diesem Jahr bei 9,3 Prozent liegen, 2025 bei 9,9 Prozent und in den Folgejahren auf 9,2 Prozent im Jahr 2029 zurückgehen.
In der Erklärung wurde zudem mitgeteilt, dass die Inflationserwartung zum Jahresende für dieses Jahr bei 43 Prozent, 2025 bei 24 Prozent, 2026 bei 17,2 Prozent, 2027 bei 15,3 Prozent sowie 2028 und 2029 bei 15 Prozent liege. Das Leistungsbilanzdefizit im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt werde für dieses Jahr auf 2,2 Prozent geschätzt und soll bis 2029 auf 1,9 Prozent sinken.
Nachrichtenquelle: 12punto
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