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IWF warnt vor Kreditwachstum

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat die analytischen Kapitel seines Berichts zur Weltwirtschaftslage und seines Berichts zur globalen Finanzstabilität veröffentlicht. Dem Bericht zufolge müsse der 2 Billionen Dollar schwere Markt für Privatkredite genauer überwacht werden. Angesichts der begrenzten Aufsicht wurde davor gewarnt, dass das schnelle Wachstum des Sektors die finanziellen Anfälligkeiten erhöhen könnte.

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IWF warnt vor Kreditwachstum

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat die analytischen Kapitel seines Berichts zur Weltwirtschaftslage und seines Berichts zur globalen Finanzstabilität veröffentlicht. Im entsprechenden Abschnitt des Berichts zur globalen Finanzstabilität wurden die Anfälligkeiten bei den schnell wachsenden institutionellen Privatkrediten sowie die potenziellen Risiken für die Finanzstabilität bewertet.

Im Bericht wird darauf hingewiesen, dass Privatkredite zwar einen wichtigen wirtschaftlichen Nutzen bieten, indem sie Unternehmen, die für Banken zu groß oder riskant und für öffentliche Märkte zu klein sind, langfristige Finanzierungen ermöglichen. Gleichzeitig wurde jedoch festgestellt, dass Unternehmen, die Privatkredite in Anspruch nehmen, tendenziell kleiner und risikoreicher sind als ihre Pendants an den öffentlichen Märkten.

Der Bericht merkt an, dass es aufgrund fehlender Daten schwierig sei, die allgemeinen Risiken für die Finanzstabilität durch Privatkredite zu bewerten, betont jedoch, dass diese Risiken trotz der Einschränkungen derzeit unter Kontrolle zu sein scheinen.

Es wurde hervorgehoben, dass Privatkredite angesichts ihres Volumens und ihrer Rolle bei der Kreditvergabe makrokritisch werden und negative Schocks für die Wirtschaft verstärken könnten.

EMPFEHLUNGEN AUSGESPROCHEN

Im Bericht wird den Behörden empfohlen, einen intervenierenderen Aufsichts- und Regulierungsansatz gegenüber Privatkreditfonds, deren institutionellen Anlegern und Leverage-Anbietern zu fördern.

Zudem wurde geraten, Datenlücken zu schließen und Berichtsanforderungen zu verbessern, um Risiken umfassender bewerten zu können; zudem wurde eine genaue Überwachung der Liquidität gefordert.

Darüber hinaus betonten IWF-Beamte in einem Blogbeitrag zu diesem Thema, dass der schnell wachsende Markt für Privatkredite genauer beobachtet werden müsse. Sie bewerteten die Situation wie folgt: "Das schnelle Wachstum dieses intransparenten und hochgradig vernetzten Teils des Finanzsystems könnte angesichts der begrenzten Aufsicht die finanziellen Anfälligkeiten erhöhen."

In dem Beitrag wurde darauf hingewiesen, dass der Markt für Privatkredite, in dem spezialisierte Nicht-Banken-Finanzinstitute wie Investmentfonds Unternehmenskredite vergeben, im vergangenen Jahr weltweit ein Volumen von über 2,1 Billionen Dollar an Vermögenswerten und zugesagtem Kapital erreichte, wobei etwa drei Viertel davon auf die USA entfallen.

EINIGE VOLKSWIRTSCHAFTEN HABEN SICH VERLANGSAMT

Andererseits wurde im veröffentlichten Teil des Berichts zur Weltwirtschaftslage daran erinnert, dass Zentralbanken auf der ganzen Welt in den letzten zwei Jahren ihre Leitzinsen deutlich angehoben haben.

Während man davon ausging, dass höhere Zinssätze zu einer Verlangsamung oder gar Rezession führen würden, blieb das globale Wachstum stabil, wenngleich in einigen Volkswirtschaften eine Verlangsamung zu verzeichnen sei, so der Bericht.

Der Bericht untersuchte die Auswirkungen der Geldpolitik zwischen den Ländern und im Zeitverlauf anhand der Hypotheken- und Immobilienmärkte.

Es wurde darauf hingewiesen, dass die Veränderungen an den Hypotheken- und Immobilienmärkten seit der globalen Finanzkrise und während der COVID-19-Pandemie die Auswirkungen der bisher hohen Leitzinsen in vielen Ländern möglicherweise begrenzt haben. Es wurde jedoch betont, dass die Wahrscheinlichkeit, dass die bisher relativ geschützten Haushalte den Druck spüren, umso größer ist, je länger die Zinsen auf einem hohen Niveau gehalten werden.



Nachrichtenquelle: 12punto

IWF