Kleine Händler dürfen hoffen: Erste Unterstützung für die Forderung 'Supermärkte sonntags geschlossen halten'
Das Thema der sonntäglichen Schließung von Supermarktketten steht erneut auf der Tagesordnung. Die Frage, warum Supermarktketten sonntags geschlossen bleiben sollten – eines der Hauptanliegen kleinerer Einzelhändler –, wurde vom Einzelhandelsausschuss der Handelskammer Istanbul (İTO) erörtert.
Auf Wunsch der kleinen Einzelhändler organisierte der Einzelhandelsausschuss der Handelskammer Istanbul (İTO) einen Workshop, an dem alle in Istanbul ansässigen Supermärkte teilnahmen, um die Probleme der Branche zu bewerten. Der wichtigste Tagesordnungspunkt des Workshops betraf die seit langem diskutierte Forderung nach einer sonntäglichen Schließung von Supermarktketten.
"SUPERMARKTKETTEN MÜSSEN SONNTAGS GESCHLOSSEN BLEIBEN"
Der Workshop, der unter dem Vorsitz des Vorsitzenden des İTO-Einzelhandelsausschusses, Yavuz Altun, stattfand, wurde auch vom stellvertretenden İTO-Vorsitzenden Ahmet Özer, dem Istanbuler Handelsdirektor İsmail Menteşe und dem Istanbuler Landwirtschaftsdirektor Ahmet Yavuz Karaca besucht. In dem für Mitglieder des Einzelhandelsausschusses offenen Workshop wurde betont, dass die Schließung von Supermärkten an Sonntagen mittlerweile zu einer Notwendigkeit geworden sei. Die Teilnehmer äußerten sich wie folgt: "Im Hinblick auf das soziale Gleichgewicht und die individuellen Freiheiten müssen Supermarktketten sonntags geschlossen bleiben. Dies ist auch eine der wichtigsten Erwartungen der Branche. Denn dies ist ein entscheidender Schritt, damit auch kleine Einzelhändler überleben können. Andernfalls werden sie keine Überlebenschance haben."
Im Workshop wurde zudem darauf hingewiesen, dass bei einer sonntäglichen Schließung der Supermarktketten die Verbraucher wieder verstärkt auf kleine Lebensmittelläden (Bakkals) zurückgreifen würden, was zur Eröffnung von mindestens 15.000 bis 20.000 neuen kleinen Läden im Ökosystem Istanbuls führen könnte. In diesem Zusammenhang wurde hervorgehoben, dass dies auch eine wichtige Entwicklung für das soziale Leben darstelle, da die Mitarbeiter der Supermärkte die Möglichkeit erhielten, ihre Sonntage mit ihren Familien zu verbringen.
UMSATZRÜCKGANG VON 8 BIS 12 PROZENT MÖGLICH
Im Workshop wurde außerdem die Frage diskutiert, ob Tabakwaren ausschließlich in kleinen Lebensmittelläden und bei kleinen Unternehmen verkauft werden sollten. Sollte es zu einer sonntäglichen Schließung kommen und zusätzlich der Verkauf von Tabakwaren in Supermarktketten untersagt werden, könnte dies laut den Angaben im Workshop zu einem Umsatzrückgang von 8 bis 12 Prozent bei den Supermärkten führen. Es wurde jedoch die Auffassung vertreten, dass dieser Umsatzverlust bei den Ketten ein notwendiger Preis sei, um das Überleben der kleinen Einzelhändler zu sichern.
Am Ende des Workshops wurde das Thema der sonntäglichen Schließung zur Abstimmung gestellt. Alle Teilnehmer stimmten für eine Schließung der Supermärkte an Sonntagen, womit ein Konsens erzielt wurde. Der Istanbuler Landwirtschaftsdirektor und die Handelsdirektoren erklärten, dass staatliche Institutionen eine solche Entscheidung befürworten könnten, sofern alle Akteure der Branche einer Meinung seien.
Nachrichtenquelle: 12punto
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