100 Millionen Dollar Strafe für Koç Holding wegen Lieferverzögerungen
Otokar, das Rüstungsunternehmen der Koç Holding, wurde mit einer Geldstrafe in Höhe von insgesamt 4,3 Milliarden TL belegt, nachdem es die Lieferungen für ein Projekt über leichte gepanzerte Fahrzeuge in Rumänien nicht fristgerecht erbringen konnte.
Otokar, ein Unternehmen der Koç Holding, einer der führenden Industriegruppen der Türkei, wurde mit einer Geldstrafe in Millionenhöhe belegt, nachdem es bei einem groß angelegten Fahrzeuglieferprojekt mit dem rumänischen Verteidigungsministerium zu Verzögerungen bei den vertraglich vereinbarten Lieferungen gekommen war.
VEREINBARUNG ÜBER 1059 GEPANZERTE FAHRZEUGE GETROFFEN
Im November 2024 hatte Otokar im Rahmen einer Vereinbarung die Produktion von insgesamt 1059 gepanzerten COBRA II 4x4-Fahrzeugen für Rumänien übernommen. Dem Vertrag zufolge sollten 278 dieser Fahrzeuge in den Werken in der Türkei hergestellt werden, während die restlichen 781 unter der Bedingung einer lokalen Produktion in Rumänien gefertigt werden sollten.
LIEFERVERZÖGERUNG FÜHRT ZU EINER STRAFE VON 4,3 MILLIARDEN TL INNERHALB VON ZWEI MONATEN
Der Beginn der Lieferungen war für Anfang 2026 geplant. Die Verzögerungen in der ersten Phase des Projekts führten jedoch dazu, dass das Unternehmen im Januar mit einer Geldstrafe von 2 Milliarden TL belegt wurde. Da die Lieferungen auch im darauffolgenden Februar noch nicht erfolgt waren, wurde eine weitere Strafe verhängt. Mit dieser zusätzlichen Strafe von rund 2,3 Milliarden TL stieg die Gesamtsumme der Strafzahlungen, denen Otokar innerhalb von zwei Monaten ausgesetzt war, auf 4,3 Milliarden TL (etwa 100 Millionen Dollar) an.
„KEINE STORNIERUNG DES VERTRAGES“
Otokar-Geschäftsführer Aykut Özüner erklärte im Januar nach der ersten Strafentscheidung: „Bei internationalen Rüstungsverträgen kann es während der 'Zwischenzielbewertungen' zu solchen Entwicklungen kommen. Dafür gibt es weltweit viele Beispiele. Während wir einerseits im Rahmen gegenseitigen guten Willens und Verantwortungsbewusstseins mit unserem Kunden im Gespräch bleiben, setzen wir andererseits unsere Konzentration auf das Projekt mit voller Geschwindigkeit fort. Eine Stornierung des Vertrages steht nicht zur Debatte.“
GESPRÄCHE ÜBER 857-MILLIONEN-EURO-PROJEKT DAUERN AN
Der Gesamtwert des Vertrages, den Otokar im Rahmen dieses Projekts für Rumänien unterzeichnet hat, wird auf 857 Millionen Euro beziffert. Unternehmensvertreter betonen, dass die aufgetretenen Verzögerungen nicht bedeuten, dass alle Ziele und Zeitpläne des Projekts vollständig gefährdet seien; die Gespräche dauerten an und die Produktionsarbeiten würden intensiv fortgesetzt.
Nachrichtenquelle: 12punto
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