Krieg erreicht den Esstisch: Zweistelliger Anstieg bei Lebensmittelpreisen
Die durch die Spannungen zwischen den USA und dem Iran ausgelösten Kostensteigerungen haben den Lebensmittelsektor erreicht. Störungen in der Logistik und steigende Ausgaben haben die Produktpreise vom Feld bis zum Supermarkt in die Höhe getrieben.
Die eskalierenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben die Kosten im Lebensmittelsektor in die Höhe getrieben. Wie die Türkiye Gazetesi berichtet, beginnen sich die Anstiege bei Energie-, Logistik- und Verpackungskosten in der gesamten Kette von der Produktion bis zum Verbraucher in den Preisen niederzuschlagen.
SCHNELLER ANSTIEG DER LEBENSMITTELPREISE
Nach Einschätzungen des Vorsitzenden des Verbandes der Gastronomie-Industrie (YESİDEF), Hüseyin Bozdağ, ist aufgrund der Auswirkungen des Krieges insbesondere bei Obst und Gemüse ein Preisanstieg im Bereich von 15 bis 20 Prozent zu verzeichnen. Es wurde darauf hingewiesen, dass ein erheblicher Unterschied zwischen dem Ab-Feld-Preis der Produkte und dem Preis im Supermarktregal entstanden ist und dass diese Differenz durch steigende Kosten und den Einfluss von Zwischenhändlern weiter wächst.
PREISERHÖHUNGEN IM CATERING-SEKTOR ERWARTET
Im Bereich der Gemeinschaftsverpflegung haben sich die Preise noch nicht direkt auf den Verbraucher ausgewirkt, was darauf zurückzuführen sei, dass Verträge in der Regel in Dreimonatszeiträumen festgelegt werden. Es wird jedoch berichtet, dass die steigenden Kosten in Kürze auf die Preise umgelegt werden dürften und dass für die sogenannte „Kücheninflation“, die der Sektor als eigenen Kostenindikator definiert, ein Anstieg von etwa 20 Prozent erwartet wird.
STÖRUNGEN IN DER LOGISTIK: IRAK-ROUTE IM FOKUS
Es wird darauf hingewiesen, dass der Krieg nicht nur den Binnenmarkt, sondern auch Auslandsoperationen erschwert. Die Beschränkungen rund um die Straße von Hormus sowie Probleme im Luft- und Landverkehr haben den Zugang zur Region erschwert.
Auf der Exportseite wurde berichtet, dass die Operationen mit Saudi-Arabien und Katar fortgesetzt werden, es jedoch auf der Irak-Route ernsthafte Probleme gibt. Die vom Irak für türkische Lastwagen eingeführte Zeitbeschränkung sei aufgrund der obligatorischen Ruhezeiten der Fahrer in der Praxis nicht umsetzbar; es wurde vermerkt, dass die Kontakte mit der Union der Kammern und Warenbörsen der Türkei (TOBB) und den zuständigen Institutionen zur Lösung des Problems andauern.
Nachrichtenquelle: 12punto
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