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Laut IWF-Bericht: Die 5 am schnellsten wachsenden Länder Europas stehen fest

Den jüngsten Wirtschaftsprognosen des IWF zufolge werden Malta, Kosovo, die Ukraine, Serbien und Moldau in den kommenden Jahren ein Wachstum verzeichnen, das weit über dem Durchschnitt der Eurozone liegt. Im Gegensatz zu großen Volkswirtschaften, die mit einer alternden Bevölkerung und strukturellen Problemen zu kämpfen haben, fallen diese kleineren europäischen Länder durch Wachstumsraten auf, die mehr als doppelt so hoch sind.

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Laut IWF-Bericht: Die 5 am schnellsten wachsenden Länder Europas stehen fest

Der Internationale Währungsfonds (IWF) gab in seinem veröffentlichten Bericht zum Weltwirtschaftsausblick an, dass die Eurozone zwischen 2027 und 2031 jährlich um durchschnittlich nur 1,2 Prozent wachsen wird. Während für 2028 ein Höchstwert von 1,4 Prozent erwartet wird, kann das durchschnittliche Wachstum für die erweiterte Europäische Union die 1,4-Prozent-Marke auf Jahresbasis nicht überschreiten. Diese Raten liegen deutlich unter dem für die Weltwirtschaft erwarteten Wachstum von 3,2 Prozent.

Insbesondere eine hohe Staatsverschuldung, dauerhaft hohe Energiepreise, eine schwache Produktivitätsentwicklung und geopolitische Risiken werden als Haupthindernisse für die großen Volkswirtschaften in Europa genannt. Dennoch ist das Wachstumspotenzial einiger kleinerer europäischer Länder bemerkenswert. In den IWF-Projektionen werden diese Länder, die sich vom Mittelmeer bis nach Osteuropa erstrecken, in den nächsten fünf Jahren weit über der Wachstumsrate der Eurozone liegen.

DIE HÖHEPUNKTE IN DIESEN LÄNDERN

Moldau belegt in den IWF-Projektionen mit einem durchschnittlichen jährlichen Wirtschaftswachstum von 3,5 Prozent im Zeitraum 2027-2031 den fünften Platz. Für 2028 wird ein Wachstum von 3,7 Prozent prognostiziert. EU-Investitionen, Reformen und erhebliche Rücküberweisungen aus dem Ausland gelten als wirksam für eine nachhaltige Erholung. Der IWF betont, dass die Erholung auf einer „guten Ernte, starker Binnennachfrage und EU-Finanzierung“ beruhe, weist jedoch darauf hin, dass die moldauische Wirtschaft weiterhin anfällig für den Krieg in der Ukraine und Rückschläge bei den Integrationsprozessen mit Europa bleibe.

Serbien übertrifft Moldau mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 3,52 Prozent, da es sein Wachstum in Richtung 2031 außergewöhnlich beschleunigt. Insbesondere die Weltausstellung Expo 2027, die 2027 stattfinden soll und zu der Millionen Besucher erwartet werden, ebnet den Weg für massive Infrastruktur- und Bauinvestitionen im Land. Der IWF stellt fest, dass Serbien die Inflation unter Kontrolle gehalten und solide öffentliche Finanzen aufgebaut hat, betont jedoch, dass Investitionen durch Produktivitätssteigerungen unterstützt werden müssen, damit das Wachstum nachhaltig bleibt.

Die Ukraine, die auf dem dritten Platz liegt, könnte in einem Szenario, in dem der Krieg endet, ein jährliches Wachstum von 3,8 Prozent erreichen. Insbesondere für 2028 wird ein Wachstum von 4,2 Prozent erwartet, wobei massive Wiederaufbauinvestitionen vorgesehen sind. Der IWF unterstreicht die außerordentliche Unsicherheit des Krieges für das Land und merkt an, dass das Wachstum im ungünstigsten Fall auf 1 Prozent sinken könnte.

Im Kosovo wird aufgrund der Widerstandsfähigkeit der Binnennachfrage und des starken Einflusses der Diaspora ein Wachstum von nahezu 4 Prozent erwartet. Der IWF ist der Ansicht, dass die Umsetzung des „Wachstumsplans“ der EU für zusätzlichen Aufschwung sorgen wird. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass die Abhängigkeit von Rücküberweisungen aus dem Ausland ein Risiko für den Aufbau der Exportkapazität des Landes darstellt.

An der Spitze des wirtschaftlichen Rankings steht Malta. Der IWF prognostiziert für den Inselstaat in den nächsten fünf Jahren ein durchschnittliches Wachstum von 4 Prozent und verweist auf den Erfolg eines durchschnittlichen jährlichen Wachstums von 7 Prozent im letzten Jahrzehnt. Während Tourismus, Online-Glücksspiel und Finanzdienstleistungen als Schlüsselfaktoren der maltesischen Wirtschaft genannt werden, wird betont, dass das Land mit Problemen wie Arbeitskräftemangel und Infrastrukturdruck zu kämpfen hat. Der IWF erklärt, dass Produktivitätssteigerungen und eine Erhöhung der öffentlichen Investitionen für ein nachhaltiges Wachstum unerlässlich sind.

DYNAMISCHES WACHSTUM IN KLEINEN VOLKSWIRTSCHAFTEN

Experten zufolge profitieren die Volkswirtschaften von Ländern wie Malta, Kosovo, der Ukraine, Serbien und Moldau stark von Migranteneinkommen, EU-Investitionen und Wiederaufbauprozessen. Im Gegensatz dazu sind für die großen europäischen Volkswirtschaften ernsthafte Verbesserungen bei Produktivität, Innovation und Energiekosten erforderlich, um aus dem schwachen Wachstumszyklus auszubrechen.

Auf der wirtschaftlichen Roadmap Europas für die nahe Zukunft fällt auf, dass während die großen Länder darum kämpfen, trotz Alterung und struktureller Probleme zu überleben, kleinere und flexiblere Volkswirtschaften durch ihre Wachstumstrends hervorstechen.


Nachrichtenquelle: 12punto